Zweite und letzte Wiederaufnahme von Ariadne auf Naxos an der Oper Frankfurt
Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss, Text von Hugo von Hofmannsthal
„Das ist echtes Theaterhandwerk, allerbestes und allerschwerstes. Dem Zwitterwesen Ariadne auf Naxos stellt sich Brigitte Fassbaender nicht nur, sie durchschaut und verschränkt alle Ebenen. Mit größter Subtilität gelingt das, vor allem mit Geschmack, Musikalität und dem weisen Wissen um die Charakterisierung selbst der kleinsten Rolle. Humor ist in dieser Aufführung keine Sache des Glücks, sondern des Könnens." (Münchner Merkur) Nun wird die Produktion, die am 5. Oktober 2013 Premiere feierte, zum zweiten und letzten Mal wiederaufgenommen.
Das Werk besteht aus einem Vorspiel und der eigentlichen Opernhandlung: Im Hause des reichsten Mannes von Wien sollen die Oper Ariadne auf Naxos und das lustige Tanzspiel Die ungetreue Zerbinetta mit ihren vier Liebhabern gleichzeitig aufgeführt werden, um pünktlich zum Abendfeuerwerk fertig zu sein. Der Komponist der Oper ist verzweifelt, befürchtet er doch eine Entweihung seines tragischen Stoffes. Die kokette Zerbinetta kann jedoch seine Zustimmung erwirken. Die Aufführung beginnt. Ariadne, die von ihrem Geliebten Theseus auf der Insel Naxos zurückgelassen wurde, wünscht sich nur noch den Tod. Selbst die immer wieder erscheinende Zerbinetta vermag sie mit ihrem munteren Treiben nicht aufzuheitern. Erst als der Gott Bacchus eintrifft, wendet sich das Blatt – er und Ariadne verlieben sich. Zerbinettas „Mission" ist erfüllt.
Die musikalische Leitung dieser Wiederaufnahme liegt bei Christoph Gedschold, seit 2015/16 Kapellmeister an der Oper Leipzig. 2014/15 sprang er an der Oper Frankfurt äußerst kurzfristig für einen erkrankten Kollegen in der Premiere von Weinbergs Die Passagierin ein. Zudem ist er regelmäßiger Gast an der Semperoper Dresden und der Staatsoper Hamburg. Die junge schwedische Sopranistin Christina Nilsson machte kürzlich als Verdis Aida an der Königlichen Oper Stockholm auf sich aufmerksam. Die Partie der Ariadne führt sie nach dem Engagement in Frankfurt auch an die Opéra de Lausanne. Bei allen weiteren neu besetzten Künstlerinnen und Künstlern handelt es sich um aktuelle und ehemalige Mitglieder des festen Sängerstamms der Oper Frankfurt. So war Elizabeth Sutphen (Zerbinetta) bis zur vorigen Spielzeit Mitglied des Opernstudios und gastierte im Sommer 2018 als Sophie in Strauss’ Der Rosenkavalier beim Glyndebourne Festival. Vincent Wolfsteiner (Der Tenor / Bacchus) gehört seit 2015/16 zum Ensemble und wird 2019 als Hüon in Webers Oberon am Theater an der Wien gastieren. Als Dritte Dame in Mozarts Die Zauberflöte feierte Frankfurts ehemaliges Ensemblemitglied Paula Murrihy (Der Komponist) im Sommer 2018 ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen. Auch alle übrigen Partien sind mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt, wovon die Wenigsten bereits mit der Produktion vertraut sind. Dazu gehören lediglich Publikumsliebling Johannes Martin Kränzle, der sich als Musiklehrer mit dem erstmals in dieser Produktion vertretenen Sebastian Geyer abwechselt, und Claudia Mahnke, die Alternativbesetzung des Komponisten, sowie Franz Mayer (Ein Lakai). Hingegen übernimmt Michael Benthin, ehemaliges Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt, erstmals die Rolle des Haushofmeisters.
Wiederaufnahme: Freitag, 2. November 2018, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 10. (18.00 Uhr), 15., 17., 22., 30. November 2018
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf (069)21249494 erhältlich.
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