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Letzte Aktualisierung: 04.03.2024

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Zurück ins Büro

von Ilse Romahn

(06.02.2024) Um ihre Mitarbeiter wieder verstärkt zurück ins Büro holen zu können, müssen Arbeitgeber auf Anreizmodelle wie Fahrkostenzuschüsse setzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Trendence-Befragung von 2.485 Beschäftigten.

"Back to Office” – unter diesem Stichwort haben bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Großunternehmen ihre Mitarbeiter zurück ins Büro gerufen. Die Rückkehr der Präsenzarbeit ins Unternehmen wird nach Ansicht vieler Experten einer der Arbeitswelt-Trends im Jahr 2024, da nun auch viele mittelständische Betriebe nachziehen. Um ihre Beschäftigten von mehr Präsenzarbeit zu überzeugen, müssen Arbeitgeber allerdings attraktive Zuschüsse bieten. So lautet das Ergebnis des Trendence HR-Monitors für den das HR-Marktforschungsunternehmen 2.485 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit akademischer Ausbildung und dadurch höherer Affinität zur Arbeit im Homeoffice befragte. Demzufolge geben mehr als ein Drittel der Befragten (36 %) an, dass sie eine Fahrkostenpauschale veranlassen würde, zukünftig weniger im Homeoffice und mehr im Unternehmen zu arbeiten. Genau ein Drittel würden sich von Benefits für die Verpflegung davon überzeugen lassen. Arbeitgeberleistungen für Gesundheit und Sport wären für gut ein Viertel (23,6 %) ein attraktiver Anlass für mehr Büropräsenz.

Comeback der Präsenzarbeit funktioniert nur über Anreizmodelle
Neben monetären Zuschüssen oder Arbeitgeber-Benefits lockt auch die Aussicht auf mehr Austausch mit den Kollegen zurück ins Büro. 33,0 % finden außerberufliche soziale Anlässe mit ihren Arbeitskollegen anziehend. Mehr Teambuildingmaßnahmen würden indes 29,6 % zu mehr Büropräsenz locken – noch höher der Anteil derjenigen, die aufgrund der Aussicht auf eine gemeinsame Projektplanung im Team wieder mehr im Unternehmen arbeiten würden. Das überzeugt 31,4% der Befragten. „Zwar werden Arbeitgeber die Homeoffice-Entwicklung der letzten drei Jahre nicht komplett zurückdrehen können. Aber das Potential mehr Mitarbeiter wieder zurück ins Unternehmen zu holen ist durchaus gegeben. Dabei ist aber wichtig: Mit Verordnungen ist das nicht umsetzbar, weil sonst Abgänge in der Belegschaft drohen. Vielmehr sollten Unternehmen auf Anreize setzen. Denn unsere Zahlen zeigen, dass viele Menschen das Homeoffice als Arbeitszeitmodell zu schätzen gelernt haben“, sagt Trendence Geschäftsführer Robindro Ullah. Zu dieser Einschätzung passt: 79,8% der Befragten halten das Homeoffice für ein wichtiges Angebot von Arbeitgebern. Mehr als zwei Drittel (67,3%) würden sogar ein Jobangebot ablehnen, wenn es keine Möglichkeit dazu gäbe. 

Aktuelle Arbeitsplatzwahl ist geprägt von einem Mix aus Homeoffice und Präsenzarbeit
Aktuell gehört für viele Beschäftigte die Kombination aus Homeoffice und Präsenzarbeit zum beruflichen Alltag. Das zeigt ein Blick auf die Situation der Beschäftigten mit akademischem Hintergrund, die gemeinhin aufgrund ihrer überwiegenden Bürotätigkeit überhaupt erst die Möglichkeit besitzen, von zu Hause zu arbeiten. Von ihnen verfügen derzeit 86% der Befragten über die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Im Schnitt sind sie bis zu drei Tage in der Woche zu Hause tätig. Auf der anderen Seite kehrten bisher auch 84,2% regelmäßig an ihren Schreibtisch im Betrieb zurück. Mehr als die Hälfte (58,6%) begrüßen in diesem Kontext vor allem die Zeitersparnis durch den Wegfall des Arbeitsweges. 61,4% geben auch deswegen an, im Homeoffice länger zu arbeiten als im Unternehmen. 

Über die Umfrage
Für die Umfrage befragte das HR-Marktforschungsunternehmen Trendence im Rahmen des Trendence HR-Monitors insgesamt 2.485 Menschen mit akademischem Hintergrund. 63,8% davon waren Männer, 35,9% Frauen und 0,3% gaben an divers zu sein. Die Befragung wurde im September 2023 durchgeführt.

Einen Trend Report zum Thema „Back to Office“ können interessierte Arbeitgeber hier runterladen: https://www.trendence.com/reports/back-to-office-2024

www.hr-praesenz.de