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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Zur 30-jährigen Städtepartnerschaft: Frankfurter Streetart in Budapest

von Ilse Romahn

(09.11.2020) Anlässlich der 30-jährigen Städtepartnerschaft und 30 Jahren Wiedervereinigung schmückt seit vergangener Woche ein großes Wandgemälde des Frankfurter Graffitikünstlers Justus Becker die ungarische Hauptstadt.

Wandgemälde von Justus Becker in Budapest
Foto: Stadt Frankfurt / Színes Város
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Ein Mann steht oben auf der Mauer, er reicht einem anderen die Hand, um ihn hoch und damit in die Freiheit zu ziehen. Dieses ikonische Bild der deutschen Wiedervereinigung, die sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährt, ziert seit einigen Tagen eine große Hauswand im beliebten Budapester Stadtteil Erzsébetváros.

Das Wandgemälde ist ein Geschenk Frankfurts an seine Partnerstadt Budapest zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. Das Motiv wurde nicht zufällig gewählt. Schließlich war es die Durchtrennung des Grenzzauns zwischen Ungarn und Österreich, mit dem der endgültige Fall des Eisernen Vorhangs begann, der die Verschwisterung der beiden Städte ermöglichte.

Umgesetzt hat das Wandgemälde der Frankfurter Graffitikünstler Justus Becker, Künstlername „COR“, in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Künstlerkollektiv „Színes Város“. Initiiert wurde das Projekt vor Ort von der deutschen Botschaft in Budapest – und auch die dortige Stadtverwaltung unterstützte es.

Das Wandgemälde ist Teil des Projektes „International Street Art Exchange“ des Referats für Internationale Angelegenheiten. Zuletzt war im Oktober ein Wandgemälde in der U-Bahn-Station Festhalle/Messe der Öffentlichkeit übergeben worden – ein Werk des kanadischen Künstlers Alexander Lazich, Künstlername „Bacon“, als Geschenk der Partnerstadt Toronto an Frankfurt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sieht in dem Projekt gerade in Zeiten der Pandemie großes Potenzial: „In Zeiten, in denen Kunst und Kultur nur extrem eingeschränkt stattfinden können, freut es mich, dass wir trotzdem einen Weg finden konnten, die Freundschaft zu unseren Partnerstädten durch Kunst im öffentlichen Raum aufrecht zu erhalten. Ich freue mich schon, wenn wir bald ein ungarisches Kunstwerk in Frankfurt bewundern können.“

Ein Video, welches die Entstehung des Wandgemäldes zeigt, findet sich unter https://www.youtube.com/watch?v=vm9-et-ArY8&feature=youtu.be im Internet. (ffm)