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Letzte Aktualisierung: 17.07.2024

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Zukunftsberufe kennenlernen und Traumjob finden

Von Chemie bis IT – Berufsinteressierte auf Entdeckungstour am Tag der offenen Tür bei Provadis

von Ilse Romahn

(25.09.2023) „Was will ich später mal machen?” Diese Frage stellen sich viele Jugendliche, die kurz vor dem Schulabschluss stehen. Der wichtigste Schritt auf dem Weg zur Wunschkarriere? Eine umfassende berufliche Orientierung. Am Samstag, 23. September, nutzten rund 3000 Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür von Provadis die Gelegenheit, Berufs- und Studieneinblicke der besonderen Art mitzunehmen.

Bildergalerie
David (links) und Anna (vorne) stellten im Bereich Mechatronik ihren eigenen Flaschenöffner her.
Foto: 2023 Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH
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Im Bereich Chemie konnten die Teilnehmenden sich mit verschiedenen technischen Geräten vertraut machen, Experimente durchführen und sogar einen „Laborführerschein“ machen.
Foto: 2023 Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH
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Die Brüder Basti (links) und Timo (rechts) konnten sich für die technischen Stationen begeistern, zum Beispiel beim Löten einer Platine.
Foto: 2023 Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH
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Mitmachen, Experimentieren, Netzwerken: Das Bildungsunternehmen Provadis am Industriepark Höchst setzt auf anschauliche Praxisvorführungen und Mitmachaktionen. Individuelle Schnupper-Eignungstests helfen den Teilnehmenden, ihre Stärken einzuschätzen und können erste Wegweiser für die berufliche Zukunft sein. Beim Tag der offenen Tür besonders wichtig: Die Berufsorientierung soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch unterhaltsam sein und neugierig auf das Berufsleben machen.

Zu Besuch in Labor, Werkstatt, Prozessanlage und Hörsaal
Die Interessen der Schülerinnen und Schüler vor Ort waren so vielfältig wie das Angebot von Provadis: Blutgruppen bestimmen im Biologielabor, eine Flotte von Legorobotern in Aktion beobachten, bei Löt- und Schweißvorführungen in der Werkstatt technisches Know-how erleben oder die beeindruckenden Prozessanlagen bei einer Führung kennenlernen – bei den vielen verschiedenen Berufsfeldern gab es für jeden Teilnehmenden etwas Neues zu entdecken. Auch die Schnuppervorlesungen zu Themen von Alltagschemie bis hin zu zukunftsfähiger Mobilität gaben spannende Impulse mit.

Die 16-jährige Marisa und ihre ebenfalls 16-jährige Freundin Xenia versuchten sich am Löten einer Platine. „Eigentlich kann ich mir eher etwas in Richtung Pharmazie oder Medizinisches Management vorstellen“, sagte Marisa. „Aber das Löten sah spannend aus und ich dachte mir, wieso nicht auch mal etwas ganz anderes ausprobieren?“ Die Schülerinnen waren überrascht, wie viel Spaß sie bei den filigranen Arbeiten hatten und dankbar für die praktischen Tipps der Elektronik-Auszubildenden. Jannick Ranft ist einer von ihnen und unterstützte sie mit seinem Fachwissen. „Ich versuche gerne, andere von meinem Ausbildungsberuf zur begeistern“, sagte der angehende Elektroniker für Betriebstechnik. „Mein Vater ist Ingenieur, das Fachgebiet liegt mir also im Blut“, erzählte er. „Mit neun Jahren habe ich meine erste Schaltung gelötet. Und es macht heute noch genauso viel Spaß wie damals.“ Auch die Brüder Timo und Basti machten mit. „Ich mag Technik“, berichtete Basti, der seinem älteren Bruder beim Löten über die Schulter schaute. Aufgaben aus dem Ausbildungsalltag live in Aktion zu erleben, finden beide spannend: „Da sieht man, was alles dazu gehört. Man muss zum Beispiel auch gut rechnen können“, erklärte Basti.

Anna, 17 Jahre alt, und ihr Freund David, 19 Jahre alt, schauten sich ebenfalls bei Provadis um. „Wir waren schon bei den Chemikanten und Pharmakanten in den Laboren,“ sagte David. Im Anschluss ließen sie sich an der Mitmachstation im Bereich Mechatronik zeigen, wie man einen Flaschenöffner herstellt und probierten es direkt selbst aus. „Ich habe schon hin und wieder meinem Vater bei handwerklichen Aufgaben geholfen. Aber so etwas habe ich noch nie gemacht“, sagte Anna, während Sie sich auf das Feilen des Öffners konzentrierte. Wohin es beruflich gehen soll, wissen beide noch nicht. Vom Besuch beim Tag der offenen Tür erhoffen sie sich vor allem Inspiration für ihren möglichen Berufsweg. „Ich bin da noch ganz offen“, betonte David.

Auf dem Weg zur IT-Schnuppervorlesung nutzte der 16-jährige Anton noch schnell die Chance, sich ganz allgemein zum Thema Duales Studium beraten zu lassen. „Man hört raus, dass es anspruchsvoll ist, da man zeitgleich studiert und arbeitet. Aber es gibt auch viele Vorteile. Man ist finanziell unabhängiger und sammelt früh Erfahrungen im Berufsleben.“ Auch die kleinen Studiengruppen und der enge Austausch mit den Dozentinnen und Dozenten kamen bei dem Schüler gut an.

Beeindruckende Industrievielfalt erleben
Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm mit Moderation und Musik von planet radio, großem Selfie-Gewinnspiel sowie HipHop-, Breakdance- und Cheerleading-Shows machte den Tag zum Erlebnis. Technikbegeisterte konnten zudem die Einsatzfahrzeuge der Werkfeuerwehr des Industrieparkbetreibers Infraserv Höchst und die Trucks des Logistikdienstleisters Infraserv Logistics aus nächster Nähe erleben. Wer hinter die Werksmauern des Industrieparks schauen wollte, konnte die seltene Gelegenheit nutzen, bei einer Busrundfahrt einen Eindruck des 460 Hektar großen Industrieareals mit seinen rund 90 Unternehmen und 22.000 Mitarbeitern zu gewinnen. 

Mit mehr als 40 Ausbildungsberufen und zehn dualen und berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen bietet Provadis als Fachkräfte-Entwickler der Industrie ein breites Angebot für den Start ins Berufsleben. Provadis bildet Nachwuchskräfte für rund 100 Unternehmen in und um den Industriepark Höchst aus und bietet pro Jahr mehr als 600 Ausbildungsplätze an. An der Provadis Hochschule studieren aktuell mehr als 1.000 junge Frauen und Männer berufs- oder ausbildungsbegleitend.

Mit Begeisterung ins Berufsleben starten
„Berufsorientierung ist heute wichtiger denn je. Wir möchten junge Menschen motivieren, sich bewusst mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen“, betonte Provadis-Geschäftsführer Dr. Udo Lemke am Tag der offenen Tür. „Aus ihnen werden die Fachkräfte, die wir in Deutschland so dringend brauchen.“ Auf dem Weg dorthin sollte die Freude am eigenen Beruf nicht zu kurz kommen: „Wer Begeisterung für seine Arbeit mitbringt, kann besonders viel erreichen“, erklärte er. Umso spannender sei die Frage, welches Berufsfeld die eigenen Interessen und Stärken am ehesten widerspiegelt. „Wir bei Provadis sind überzeugt, dass unsere Berufsorientierungsangebote viele Türen öffnen. Unsere Kooperationsunternehmen bieten Auszubildenden und Studierenden Chancen auf die unterschiedlichsten Karrierewege. Etwas haben sie alle gemeinsam: Perspektive und spannende Entwicklungsmöglichkeiten.“

Während die Ausbildungsberufe mit intensivem Praxisbezug und der Nähe zur Industrie punkten können, zeichnet sich die Provadis Hochschule unter anderem durch effizientes Lernen in Kleingruppen aus. „Unsere Dozierenden kennen ihre Studentinnen und Studenten alle persönlich und können ganz gezielt auf sie eingehen“, berichtete Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Bicher-Otto. „Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie das außergewöhnliche berufliche Netzwerk rund um den Industriepark Höchst bieten den Studierenden ideale Startbedingungen für ihre Laufbahn“. Kurzentschlossene hatten sogar die Möglichkeit, sich am Tag der offenen Tür noch einen dualen Studienplatz für dieses Jahr zu sichern.

Weitere Berufsorientierungsangebote im Herbst
Im Herbst bietet Provadis viele weitere Informations- und Beratungsangebote zur Berufsorientierung an. Nähere Details und Anmeldeformulare finden Interessierte hier: www.provadis.de/berufsinfotage.