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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Zukunft durch Ausbildung in der Chemie

„Jetzt noch für den Start am 1. September bewerben“

von Ilse Romahn

(25.06.2020) „Auch in der Corona-Krise suchen unsere Mitgliedsunternehmen Auszubildende, allerdings ist es viel schwieriger mit Schülerinnen und Schülern zusammen zu kommen“, erklärt Dirk Meyer, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes HessenChemie.

Wie eine Blitzumfrage unter den Ausbildungsunternehmen der hessischen Chemie-Branche im Mai gezeigt hat, ist derzeit nicht mit einem gravierenden Rückgang des Ausbildungsangebots zu rechnen.

An der Verbandsumfrage hatten sich 37 Unternehmen beteiligt, die mehr als die Hälfte aller Ausbildungsplätze repräsentieren. Davon wollen 23 Prozent  ihr Ausbildungsangebot im Jahr 2020 trotz Krise erhöhen, 67 Prozent stabil halten und lediglich 10 Prozent gehen von niedrigeren Zahlen aus. Hintergrund sei, dass die Mehrzahl der Ausbildungsverträge schon vor Corona abgeschlossen waren. „Die Umfrage zeigt aber auch, dass derzeit noch etwa 15 Prozent der Lehrstellen unbesetzt sind“, so Meyer. Besonders gefragt sind geeignete Kandidaten für Ausbildungsplätze als Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Chemikanten und Pharmakanten. Auch einige Duale Studienplätze sind noch nicht vergeben. Interessierte Jugendliche, die noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, sollten sich jetzt schnell bewerben. „Leider kursiert die Vorstellung, dass Bewerbungen in der Krise wenig Sinn hätten. Diese Einschätzung können wir für unsere Branche auf keinen Fall teilen - bewerben lohnt sich“, betont Meyer. 

Internetplattform bietet Orientierung
Auch Schulabsolventen, die ihren Einstieg in eine Ausbildung für Herbst 2021 planen, können sich schon jetzt informieren und orientieren. Die Internetplattform „Elementare Vielfalt (ElVi)– Deine Ausbildung in der Chemie“ (www.elementare-vielfalt.de) bietet umfassende Informationen über die 50 verschiedenen Ausbildungsberufe der Branche. Eine Lehrstellenbörse hilft bei der Suche nach dem Wunschberuf. 

Mit dem Ausbildungsfinder und dem 360°-Ausbildungsquiz setzt die Kampagne auf digitale Tools, die Schüler sowie Lehrer bei der Berufsorientierung gerade jetzt unterstützen können. Begleitet wird dies durch reichweitenstarke Werbespots in den sozialen Medien sowie einer Kooperation mit der YouTuberin Mai Thi Nguyen-Kim, um Jugendliche zielgruppenadäquat anzusprechen.

Fachkräftemangel vorbeugen
HessenChemie richtet mit Blick auf das Ausbildungsjahr 2021 aber auch einen Appell an seine Mitgliedsunternehmen: „Damit die Corona-Krise nicht zur Fachkräftekrise wird, muss auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an der Ausbildung festgehalten werden“, empfiehlt Meyer. „Darüber hinaus ist es sinnvoll dem Nachwuchs, wenn immer möglich, auch nach der erfolgreichen Ausbildung eine Perspektive zu geben“, betont Meyer – „denn Ausbildung bietet Zukunft – jungen Menschen und Unternehmen.“


Im Arbeitgeberverband HessenChemie sind 310 Mitgliedsunternehmen mit 105.000 Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen und kunststoffverarbeitenden Industrie sowie einiger industrienaher Serviceunternehmen zusammengeschlossen. Derzeit befinden sich ca. 4.600 junge Menschen in Ausbildung. HessenChemie vertritt die tarif- und sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder gegenüber Gewerkschaft, Politik und Öffentlichkeit. 

www.hessenchemie.de