Zukunft der künftigen Wärmeversorgung in der Limesstadt gesichert
Schwalbach, Süwag und maincubes unterzeichnen Kooperationsvertrag
Im Schwalbacher Rathaus begrüßte am Dienstag Bürgermeister Alexander am Dienstag Vertreter der Süwag und von maincubes. Gemeinsam mit Dirk Gerber, Geschäftsführer der Süwag Grüne Energien und Wasser GmbH & Co. KG, unterzeichnete Immisch den Kooperationsvertrag zum Weiterbetrieb des Fernheizwerks Schwalbach.
Foto: maincubes.
Dieser regelt den zukünftigen Betrieb des Werks, die Modernisierung aller zentralen technischen Anlagen und den Ausbau des Netzes für weitere Versorgungsgebiete. Außerdem sieht er die vollständige Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, sprich den Verzicht auf fossile Rohstoffe, bis 2045 vor. Die Süwag investiert hierfür bis zu 22 Millionen Euro bis 2030.
„Damit haben wir die intensiven Verhandlungen der letzten Monate zu einem guten Abschluss gebracht“, freute sich Bürgermeister Immisch. „Mit der Süwag und maincubes haben wir starke und zuverlässige Partner an unserer Seite, die sicherstellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Gewerbetreibenden in der Limesstadt langfristig Zugang zu einer sicheren, verbraucherfreundlichen und klimaneutralen Wärmeversorgung erhalten.“ Gerber ergänzte: „Wir sind stolz darauf, in Schwalbach weiterhin Verantwortung zu tragen und die Wärmeversorgung fit für die Zukunft machen zu dürfen“.
Süwag errichtet auf dem Grund von maincubes eine Wärmepumpenstation
Parallel dazu unterzeichneten Dirk Gerber und Oliver Menzel, Gründer und Geschäftsführer von maincubes einen Abwärmenutzungsvertrag. maincubes errichtet derzeit sein Rechenzentrum FRA03 am Kronberger Hang, dessen Abwärme künftig in die Wärmeversorgung innerhalb der Stadt integriert wird. Damit das gelingt, errichtet die Süwag auf dem Grundstück von maincubes eine eigene Wärmepumpenstation. Dort wird die vom Rechenzentrum abgegebene Wärme über Großwärmepumpen auf ein passendes Temperaturniveau angehoben. Anschließend wird die Wärme in das Fernwärmenetzder Süwag eingespeist und zu den Kundinnen und Kunden transportiert – wo sie zuverlässig für Heizzwecke und die Trinkwarmwasserbereitung zur Verfügung steht. „Rechenzentren sind heute weit mehr als reine Datenhallen - sie können aktive Bausteine einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein. Das Projekt in Schwalbach zeigt, wie durch starke Partnerschaften technologische Innovation und kommunale Wärmewende sinnvoll zusammengeführt werden können“, verdeutlicht Oliver Menzel, Geschäftsführer von maincubes.
Baubeginn der Süwag voraussichtlich im Oktober
Bis die Wärme für die Limesstadt tatsächlich aus der Abwärme des Rechenzentrums gewonnen werden kann, wird aber noch Zeit vergehen. Voraussichtlich im Oktober dieses Jahres will die Süwag mit dem Bau des Fernwärmenetzes in Richtung Rechenzentrum beginnen. Im kommenden Jahr soll die weitere Infrastruktur geschaffen werden, zum Beispiel die Heizzentrale auf dem Rechenzentrumsgelände,
Großwärmepumpen, Pufferspeicher, neue Leitungen und umfassende Effizienzsteigerungen. Die Inbetriebnahme des modernisierten Fernwärmenetzes ist für 2028 geplant.
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