Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

Werbung
Werbung

Zeichen für den Frieden: Stadt Frankfurt eröffnet Ausstellung ‚50 Städte – 50 Spuren‘

von Ilse Romahn

(03.06.2020) Das Kunst- und Friedensprojekt „50 Städte – 50 Spuren“ ist seit Mittwoch, 27. Mai, in Frankfurt zu sehen. Seit zwei Jahren tourt die Ausstellung durch die Welt und erinnert an die Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages, die sich 2018 zum 50. Mal jährte.

Die zwei Jahre später erfolgte Ratifizierung des Vertrages feiert dieses Jahr ihren 50. Jahrestag.

Die Ausstellung wird derzeit im Haus am Dom, Domplatz 3, gezeigt. Zu sehen sind 50 Spuren aus 50 Städten, die Teil des „Mayor for Peace“-Netzwerkes sind. Die Stuttgarter Künstlerin Klaudia Dietewich hat die Spuren gesammelt, die sich stets verändern: In jeder Stadt, in der die Ausstellung gastiert, werden andere Spuren ausgestellt. „50 Städte – 50 Spuren“ läuft bis zum 24. Juni und wird voraussichtlich bis zum 8. Juli verlängert.

„Wir Frankfurter haben das Glück, seit mehreren Generationen in einer friedlichen Gesellschaft zu leben. Dies sollte für uns alle keine Selbstverständlichkeit sein. Umso wichtiger ist die Initiative von Mayors of Peace, an die verheerende Gefahr nuklearer Kriegsführung zu erinnern. Wir alle sollten beitragen, eine atomwaffenfreie Gesellschaft durchzusetzen“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann über die Ausstellung.

Stadträtin Nargess Eskandari-Grünberg eröffnete die Ausstellung im Namen der Stadt Frankfurt und wies auf ihren internationalen Charakter hin: „Wir sind Teil eines großartigen Konzepts, denn durch den Charakter der Ausstellung werden weltweit positive Spuren hinterlassen, die zum Nachdenken, aber auch zum Engagement für Frieden und atomare Abrüstung animieren sollen.“ Die Eröffnung wurde bedingt durch die Corona-Pandemie im kleinen Rahmen gefeiert, rund 20 Gäste waren vor Ort, die neben der Stadträtin auch von Joachim Valentin, Direktor des Hauses am Dom, dem Kurator Raimund Menges und der Künstlerin Klaudia Dietewich begrüßt wurden.

Hinter der Ausstellung steht das globale Städte-Netzwerk „Mayors for Peace“, dessen Mitglied Frankfurt seit 1989 ist. Das Bündnis setzt sich für eine Welt ohne Nuklearwaffen ein, was insbesondere durch den jährlichen Flaggentag am 8. Juli symbolisiert wird. Durch das Hissen der Flagge vor den Rathäusern appellieren die Stadtoberhäupter an die Länder der Welt, Atomwaffen abzuschaffen. In Frankfurt wird die Flagge vor der Paulskirche gehisst.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf http://www.50cities-50traces.org im Internet, die Seite http://www.mayorsforpeace.org informiert über das Netzwerk der Bürgermeister für den Frieden. (ffm)