"Zehn Spuren sind zu viel!"
Ausbau der BAB 5: SPD unterstützt Demonstration am 10. Mai
Die SPD-Fraktion im Frankfurter Römer und die Ortsbeiratsfraktionen in den von einem Ausbau betroffenen Stadtteilen lehnen den zehnspurigen Ausbau der BAB 5 weiterhin entschieden ab und unterstützen die Fahrraddemonstration, die unter dem Motto „Zukunft statt Beton“ am Sonntag, den 10. Mai, um 14 Uhr an der Alten Oper startet.
„Die Stadtgesellschaft muss gemeinsam Druck machen. Ein solcher Ausbau ist völlig aus der Zeit gefallen und schadet vielen Frankfurtern. Auf einigen Teilstücken besteht sogar die Gefahr, dass Bürger ihre Häuser verlieren oder diese unbewohnbar werden; dies ist niemandem vermittelbar“, sagte Kristina Luxen, langjährige mobilitätspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer. Luxen erneuert stattdessen die Forderung nach mehr Lärmschutz entlang der innerstädtischen Autobahnstrecken: „Ein Verzicht auf das Mammutprojekt würde zu immensen Einsparungen führen. Diese sollte der Bund in den verbesserten Lärmschutz investieren. Das wäre ein positives Signal an die lärmgeplagten Menschen. Bedarf gibt es reichlich, nicht nur an der BAB 5.“
Petra Scharf, Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 6, dessen Stadtteile Griesheim und Sossenheim von einem zehnspurigen Ausbau betroffen wären, hofft, dass die Ausbaupläne nicht weiter vorangetrieben werden: „Es gibt wahrlich drängendere Probleme in Deutschland als diesen Ausbau. Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass das Projekt zwar technisch machbar wäre, aber extrem teuer und völlig unwirtschaftlich ist. Die Frankfurter müssen aber immer wieder klar machen, was sie von diesem Projekt halten – nämlich absolut nichts.“
Weiterhin befürwortet wird von der SPD-Fraktion im Römer die bauliche Fertigstellung des durch die Nutzung der Standstreifen faktisch vollzogenen achtspurigen Ausbau zwischen dem Nordwestkreuz und dem Bad Homburger Kreuz. „Dann kann sich der Bund wenigstens nicht mehr vor dem Bau angemessener Lärmschutzanlagen drücken“, sagte Luxen.