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Zehn Millionen Euro für Hitzeschutz

Das Land Hessen stärkt die Vorsorge

Steigende Temperaturen und mehr Hitzetage stellen Hessen vor neue Herausforderungen. Mit dem Förderprogramm „Hitzehilfe für Hessen“ unterstützt Hessen Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten in den kommenden drei Jahren mit rund zehn Millionen Euro bei der Anschaffung mobiler und teilstationärer Klimaanlagen für Kälteinseln in den Gemeinschaftsräumen.

Zu dem Förderprogramm und dem Entschließungsantrag der CDU- und SPD-Fraktionen sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Sebastian Müller: „Hitze trifft besonders ältere Menschen, Pflegebedürftige und kleine Kinder. Deshalb brauchen wir konkrete Lösungen, die schnell vor Ort ankommen. Mit der Hitzehilfe unterstützen wir die Einrichtungen direkt und schaffen dort Entlastung, wo sie besonders gebraucht wird. Pro Standort sind bis zu 5.000 Euro Förderung bei einer Förderquote von bis zu 85% vorgesehen. Das Programm soll unbürokratisch und flexibel umgesetzt werden. Damit könnten jährlich mehr als 6.000 Anlagen in Hessen gefördert werden. Auch die Beschäftigten in den Einrichtungen profitieren von besseren Bedingungen bei hohen Temperaturen.

Die Hitzehilfe ist ein konkretes Beispiel dafür, wie Klimaanpassung vor Ort funktionieren kann. Denn Klimaanpassung darf nicht bei Konzepten und Warnungen stehen bleiben. Wir handeln jetzt und machen Hessen widerstandsfähiger. Mit dem Hessischen Hitzeaktionsplan setzt das Land dabei auf Vorsorge, Warnungen und Beratung. Auch Kommunen werden bei der Entwicklung eigener Hitzeaktionspläne unterstützt. Gleichzeitig braucht Klimaanpassung einen umfassenden Ansatz. Dazu gehören auch Investitionen in eine widerstandsfähige Infrastruktur und eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung. Seit Beginn der Legislaturperiode wurden mehr als eine Milliarde Euro für die hessischen Krankenhäuser bewilligt. Über den Transformationsfonds stehen von 2026 bis 2035 weitere mehr als 3,5 Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln sowie Eigenanteilen der Kliniken zur Verfügung.

Auch unsere Land- und Forstwirtschaft ist unmittelbar von den Folgen des Klimawandels betroffen. Unsere Betriebe erleben bereits heute mehr Trockenstress, veränderte Vegetationszeiten und neue Anforderungen. Deshalb brauchen sie praxistaugliche Lösungen, Beratung und verlässliche Unterstützung statt ideologischer Vorgaben. Wir können das Wetter nicht verändern, aber wir können entscheiden, wie gut wir darauf vorbereitet sind. Hessen setzt deshalb auf Vorsorge, Investitionen und konkrete Unterstützung – für mehr Schutz, Lebensqualität und eine starke Landwirtschaft.“