Zecken beim Camping
Foto: Pfizer
Zudem verspricht eine Reise mit dem Zuhause auf Rädern viel Flexibilität, denn die Fahrt kann ortsungebunden und unabhängig geplant werden. Getreu dem Motto: Alles kann, nichts muss. Camilla Jacobi aus Berlin liebt diese Flexibilität und ist ein absoluter Campingfan. Sie weiß, warum die Zeckenvorsorge beim Campingurlaub unabdingbar ist.
Mit der „Wilden Hilde“ auf Tour
Für Camilla Jacobi ist jede ihrer Campingreisen ein neues Abenteuer. Mit ihrem VW-Bulli, den sie „Wilde Hilde“ getauft hat, reist sie quer durch Europa. Beim Campen entflieht sie dem Berliner Großstadttrubel und genießt es, selbstbestimmt im Freien unterwegs und mit der Natur verbunden zu sein. Camilla parkt ihre „Wilde Hilde“ meistens auf Wiesen und somit mitten im potenziellen Zeckengebiet. Denn entgegen dem allgemeinen Irrglauben fallen Zecken nicht von Bäumen. Im Gegenteil: In den meisten Fällen lauern sie auf Grashalmen, in Büschen von Stadtparks und Gärten sowie im Unterholz in Wäldern und werden im Vorübergehen abgestreift. Die Blutsauger sind bereits bei Temperaturen von sieben Grad aktiv.
Vorsorge auf dem Campingplatz
Zecken sind nicht ganz ungefährlich, denn sie können gefährliche Krankheitserreger wie das Frühsommer-Meningoenzephalitis-, kurz FSME-Virus, und Borrelien übertragen. Vor jedem Aufenthalt in freier Natur setzt Camilla daher auf Vorsorgemaßnahmen gegen Zeckenstiche. Dazu gehören: helle und lange Kleidung tragen, auf der Zecken leichter zu sehen sind, und die Socken über die Hosenbeine zu ziehen, damit die Parasiten nicht in den Hoseninnenraum gelangen. Sie sprüht sich zusätzlich mit zeckenabweisenden Sprays, sogenannten Repellents, ein und sucht ihren Körper hinterher nach Zecken ab. Außerdem beugt sie durch eine FSME-Impfung vor. Bei der Borreliose gibt es derzeit noch keine Impfung für den Menschen, hier helfen nur Vorsorgemaßnahmen.
Wie entferne ich Zecken richtig?
Mit Hilfe einer Pinzette oder Zeckenkarte können die lästigen Blutsauger problemlos entfernt werden. Die Pinzette hat man im Notfall wahrscheinlich eher zur Hand als eine Zeckenkarte. Letztere gibt es in der Apotheke zu kaufen. Unabhängig davon, welches Hilfsmittel zum Einsatz kommt, sollte man folgende Technik anwenden: die Zecke möglichst hautnah greifen und dabei langsam und kontrolliert herausziehen. Dies verhindert ein Quetschen der Zecke und somit auch die Freisetzung von möglicherweise gefährlichen Körperflüssigkeiten. Zecken richtig zu entfernen klappt nicht immer auf Anhieb, manchmal sind mehrere Versuche nötig. Auf Alkohol, Öl oder Klebstoff unbedingt verzichten! Der Parasit wird dadurch irritiert und kann „erbrechen“. Die Krankheitserreger gelangen so noch schneller ins Blut. Beim Entfernen ist es besonders wichtig, nicht lange zu zögern. Denn je länger der Saugvorgang anhält, desto wahrscheinlicher ist es, dass Krankheitserreger übertragen werden. Während Borreliose-Bakterien erst nach 12 bis 24 Stunden in den Körper gelangen, beginnt die Verbreitung von FSME-Viren direkt nach dem Zeckenstich.
Quelle: Campingführer ADAC, https://campingfuehrer.adac.de/ https://www.zecken.de
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