Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 18.11.2019

Werbung
Werbung

Zahnpasta-Check-up. Worauf es beim Kauf ankommt

von Ilse Romahn

(28.10.2019) Bei optimaler Mundhygiene denken viele Menschen zunächst an Zahnbürste, Zahnseide und regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt ihres Vertrauens. Ihrer Zahnpasta schenken sie allerdings oft weniger Aufmerksamkeit.

Doch auf bestimmte Inhaltsstoffe sollten Verbraucher besonderen Fokus legen. Dr. Christoph Sliwowski, Leiter der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf im St. Vinzenz-Krankenhaus, erklärt im Folgenden, worauf es bei einer guten Mundhygiene ankommt.

Auf Inhaltsstoffe achten
Gute Zahnpasten enthalten immer Fluoride, die den Zahnschmelz stärken und vor schmerzhafter Karies schützen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fluorid zurzeit das einzige Mittel zum Erhalt und Aufbau des Zahnschmelzes darstellt, weswegen es für die Mundhygiene als unerlässlich gilt. Allerdings unterscheiden sich die Mengenangaben der Zahnpasten für Erwachsene von denen für Kinder. Erstere besitzen bis zu 0,15 Prozent Fluorid, was bis zu 1.500 parts per million (ppm) entspricht, während die Variante für die Kleinen 0,05 Prozent, also 500 ppm, enthält. Zusätze wie Zink und Minze wirken antibakteriell und beugen unangenehmem Mundgeruch vor. Wer unter empfindlichen Zähnen oder empfindlichem Zahnfleisch leidet, greift auf sogenannte Sensitiv-Zahnpasten zurück, denn diese enthalten weniger reizende Inhaltstoffe wie beispielsweise Menthol. Darüber hinaus geben das Logo der Stiftung Warentest und das Ökotest-Siegel einen Hinweis auf die Qualität des Produktes.

Kein Bleaching für zu Hause
Viele Zahnpasten enthalten kleine Putzkörperchen aus Kunststoff, die zwar die Reinigungswirkung erhöhen, aber gleichzeitig die Zahnoberfläche abschleifen. Dieser Vorgang nennt sich Abrasion und tritt besonders stark bei sogenannten Whitening-Pasten auf. „Jedoch warne ich Patienten vor der Nutzung, da solche Produkte den Schmelz häufig langfristig angreifen und ihn dünner werden lassen“, betont Dr. Sliwowski und sagt: „Standardvarianten mit mildem Abrieb reichen im Normalfall und insbesondere bei sensiblen Zähnen aus.“ Verbraucher erkennen den Grad der Reinigungswirkung am sogenannten RDA-Wert – je höher dieser ist, desto stärker ist der Abrieb durch die groben Putzkörper. Aktivkohle als Inhaltstoff erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit, da sie die Zähne aufhellen und reinigen soll. Jedoch greift die schwarze Zahnpasta aufgrund der rauen Partikel die Zahnhälse an und schadet dem Schmelz, weswegen Experten davon abraten.

Weitere Informationen unter www.zahnimplantat-klinik-duesseldorf.de