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Letzte Aktualisierung: 22.04.2024

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Xerxes an der Oper Frankfurt

Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel

von Ilse Romahn

(17.05.2023) Xerxes von Georg Friedrich Händel (1685-1759) feierte in der Sicht von Tilmann Köhler am 8. Januar 2017 Premiere an der Oper Frankfurt und war bei Publikum und Presse gleichermaßen erfolgreich. So konnte man im Main-Echo Aschaffenburg lesen: „Ein furioser Zauber, von dem man auch nach gut drei Stunden reiner Spieldauer nicht genug bekommen konnte. Es hätte einfach so weiter gehen können mit all den Arien, mit der traumhaften Musik. (...) Regisseur Tilmann Köhler hat aus den gut drei Stunden Musiktheater ein kurzweiliges Vergnügen gemacht.“

Bildergalerie
Xerxes vor einer Projektion von Alatanta und im Hintergrund das Ensemble
Foto: Barbara Aumüller
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Xerxes
Foto: Barbara Aumüller
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Nach der zweiten, den Corona-Bedingungen angepassten Wiederaufnahme in der Spielzeit 2020/21, wird nun die ursprüngliche Produktion erneut gezeigt. Die dreiaktige Handlung um die Unlenkbarkeit der Herzen, die mit dem berühmten Largo Xerxes’ („Ombra mai fu“) beginnt, spielt in Persien: Der junge König Xerxes hat Prinzessin Amastre verlassen und sehnt sich nach einer neuen Liebe: Romilda, die Tochter des Fürsten und Feldhauptmanns. Diese liebt aber seinen Bruder Arsamene. Ausgerechnet von ihm verlangt Xerxes, der Brautwerber zu sein. Arsamene weigert sich, warnt Romilda und wird zur Strafe vom König verbannt. Der möchte Romilda zur Hochzeit zwingen und Arsamene töten lassen. Seine Verlobte Amastre will ihn unterdessen nicht aufgeben und zieht in ihrer Liebesnot als Soldat verkleidet in den Krieg. Am Ende der komplexen Handlung um Missverständnisse und die Wirrungen der Liebe bereut Xerxes und bittet um Verzeihung. Romilda und Arsamene sowie Amastre und Xerxes finden wieder zueinander.

Am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht mit Roland Böer kein Unbekannter: Der Oper Frankfurt war der Dirigent anfangs als Solorepetitor und von 2002 bis 2008 als Kapellmeister verbunden. Zuletzt war er hier für Händels Amadigi 2021/22 im Bockenheimer Depot zu Gast. Der
designierte Generalmusikdirektor der Staatsphilharmonie Nürnberg war von 2009 an musikalischer Leiter, von 2015 bis 2020 auch Künstlerischer Direktor des Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano. Bis 2019 wirkte er zudem als Erster Gastdirigent am Mikhailovsky-Theater in Sankt Petersburg. Zu den
Neubesetzungen aus dem Ensemble zählen Bianca Andrew (Xerxes) und Neuzugang Elena Villalón (Atalanta) sowie Sebastian Geyer (Ariodate) und Opernstudio-Stipendiat Jarrett Porter (Elviro). Mit der Produktion bereits vertraut sind als einziger Gast der Countertenor Lawrence Zazzo (Arsamene), der jüngst wiederholt in der Titelpartie von Händels Tamerlano begeisterte, sowie aus dem Ensemble Kateryna Kasper (Romilda) und Katharina Magiera (Amastre).

Premiere: Samstag, 27. Mai 2023, um 18 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 8. (18 Uhr), 17., 23., 25. (18 Uhr) Juni 2023
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr

Preise: € 16 bis 121 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf (069)21249494 erhältlich.