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Letzte Aktualisierung: 07.02.2023

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Workshop „Licht ins Dunkel“ im Archäologischen Museum Frankfurt

Und Führung durch die Ausstellung „Mithras. Annäherungen an einen römischen Kult“

von Ilse Romahn

(20.01.2023) Im Workshop mit Michelle Ziegler zum Thema "Licht ins Dunkel" - Fertigen einer Fettlampe können die Besucher am 22. Januar um 13:00 Uhr eine Fettlampe nach historischer Vorlage herstellen.

Fettlämpchen
Foto: AMF
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Künstliches Licht verlängert den Tag, es ermöglicht längeres Arbeiten, aber auch ausgedehntes Feiern. Es schafft eine andächtige Stimmung in den Wintermonaten oder gibt den Verstorbenen Geleit auf ihrem Weg. Der „Klassiker“ der künstlichen Lichtquellen ist die Lampe in Schalenform. Schalenlampen können aus Ton, Metall oder Stein sein. Zum Klassiker konnte die Schalenlampe zum einen werden, da sie im Gegensatz zu Fackeln, Kienspänen und anderen künstlichen Lichtquellen nicht vergänglich ist und da sie außerdem über eine sehr große Zeitspanne hinweg in fast gleichbleibender Form in eigentlich allen Kulturen genutzt wurde. In diesem Workshop wird eine einfach hohe Schalenlampe gefertigt. In diese kommt Rinder- oder Schweinefett als Brennstoff und ein Docht. Damit konnte man die dunklen Mithräen erhellen.

Dauer des Workshops ca. 1 Stunde. Treffpunkt: Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1.

Kosten: Eintritt EUR 7,00/ermäßigt EUR 3,50/Kinder bis 18 Jahre und Freundes des Archäologischen Museum kostenfrei. Materialkosten für jeden: EUR 6,00. Der Eintritt beinhaltet jeweils auch den Besuch der Dauerausstellung.

Führung durch die Sonderausstellung „Mithras. Annäherungen an einen römischen Kult“
Direkt nach dem Workshop führt Michelle Ziegler am 22. Januar  um 14:00 Uhr Besucher des Museums durch die Sonderausstellung. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Im Querschiff der Karmeliterkirche werden die Funde aus den Mithräen der römischen Stadt Nida gezeigt. Das römische Nida, Zentralort der Civitas Taunensium, antiker Ursprung Frankfurts und ehemals als „teutsches Pompeji“ bezeichnet, lag einst zwischen den Ortskernen von Praunheim und Heddernheim und ist heute weitgehend von den Wohnsiedlungen „Römerstadt“ und „Nordweststadt“ überbaut. Mit vier oder fünf Mithräen gehört Nida zu den wichtigsten Fundstätten des Mithras-Kultes in den Provinzen des römischen Reiches. Das große drehbare Kultbild aus Mithräum I von Nida (Frankfurt-Heddernheim) ist in der Sonderausstellung zum ersten Mal überhaupt seit seiner Entdeckung im Januar 1826 vor 196 Jahren wieder in Frankfurt zu sehen.

Zusammen mit den im Refektorium des Karmeliterklosters ausgestellten Funden aus Mithras-Heiligtümern aus Italien, Frankreich, Kroatien, Ungarn und Rumänien sowie aus dem Limesgebiet in der Region Rhein-Main eröffnen die archäologischen Funde von Frankfurter Boden einen neuen Blick auf den faszinierenden Kult des Sonnengottes Mithras, der Wissenschaft und Forschung noch heute in vielen Bereichen Rätsel aufgibt.

Kosten: Für die Teilnehmer des Workshops, Kinder bis 18 Jahre und für die Freunde des Archäologischen Museums fällt nur die Führungsgebühr EUR 5,00/ermäßigt EUR 3,00 an. Für alle anderen Besucher ist zusätzlich der Eintritt zu zahlen EUR 7,00/ermäßigt EUR 3,50.