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Letzte Aktualisierung: 04.08.2020

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Wohin mit der Europäischen Schule?

Frankfurter CDU-Fraktion sieht Gerbermühlstraße als Vorzugsvariante für den Neubau

von Norbert Dörholt

(23.07.2020) Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Frankfurter Römer, Dr. Nils Kößler, fordert die Frankfurter SPD auf, sich an einem konstruktiven Dialog über einen Umzug der Europäischen Schule Frankfurt auf das Gelände der Mainwasen an der Gerbermühlstraße zu beteiligen.

Kößler argumentiert:„Die Mainwasen sind aus Sicht der CDU für die Europäische Schule gut geeignet. Das ergibt sich auch aus dem jüngsten Magistratsbericht. Die Flächengröße, die Verkehrserschließung sowie die Nähe zur Europäischen Zentralbank mit einer direkten Fuß- und Radwegverbindung über die Mainbrücken sind schlagende Argumente für diesen Standort. Mit den ersten Planungsschritten sollte umgehend begonnen werden!“ 

Als „gutes und notwendiges Zeichen“ wertet Kößler, dass die Sportvereine an den Mainwasen unter Umständen bereit sind, auf ein gut erreichbares Ersatzgelände in Oberrad, näher an der Wohnbevölkerung als bisher, umzuziehen. „Die Sportanlage ist ohnehin alt und stark renovierungsbedürftig. Für den SV 1894 Sachsenhausen und den VfL Germania ergeben sich durch den Neubau eines Sportparks Oberrad völlig neue Chancen. Sportdezernent Markus Frank (CDU) ist mit ihnen schon lange in Kontakt, um einen wesentlich attraktiveren Ersatz für ihre bisherigen Flächen zu besprechen. Jetzt zeichnet sich eine von den Vereinen unterstützte Lösung ab“, sagte er.

Der Fraktionsvorsitzende hält die planungsrechtlich notwendigen Schritte für leistbar: „Hier muss so oder so etwas geschehen. Die Flächen entlang der Bahnbrücke sind heute hässliche Unorte. Für das benachbarte Deutschherrnviertel ergeben sich durch einen Schulbau neue städtebauliche Bezüge. Ich bin optimistisch, dass ein Ausgleich für den Eingriff in den Grüngürtel sowie das Landschaftsschutzgebiet gefunden werden kann und auch eine teilweise Verlegung der Gerbermühlstraße machbar ist. Die positiven Signale aus der Grünen-Fraktion dazu begrüße ich sehr.“

Gleichwohl sei der in der Koalition im letzten Herbst vereinbarte städtebauliche Wettbewerb zur gemeinsamen Entwicklung von Europäischer Schule und der Ernst-Reuter-Schulen in der Nordweststadt derzeit nicht verzichtbar. Der CDU-Politiker zeigt sich erfreut, dass Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) zwischenzeitlich dem Beginn des Wettbewerbs zugestimmt habe: „Die Veränderungen, die das für die benachbarten Ernst-Reuter-Schulen möglicherweise mit sich bringt, sind uns bewusst. Der Flächendruck in Frankfurt ist aber so groß, dass wir diese Lösung, die nicht zu Lasten der Ernst-Reuter-Schulen gehen wird, brauchen, wenn die Mainwasen-Idee doch scheitert.“