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Letzte Aktualisierung: 17.06.2021

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Wirtschaftsdezernent Frank fördert das Kümmererprojekt in Bornheim

Unterstützung des lokalen Handels rund um die Berger Straße in Zeiten von Corona

von Ilse Romahn

(25.02.2021) Einzelhändler, Gastronomen, Solo-Selbständige, der Handwerker um die Ecke haben in Zeiten der Pandemie rund um die Berger große Sorgen. Doch es herrscht Aufbruchsstimmung.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank lobt das Engagement und die Kontinuität der Projektpartner rund um die Berger Straße: „Gemeinsam mit dem Gewerbeverein Bornheim-Mitte haben wir bereits einige sehr erfolgreiche Initiativen auf den Weg gebracht, um den Gewerbetreibenden unter die Arme zu greifen. Mit dem 2018 gestarteten Zentren-Kümmer-Projekt soll aktuell in diesen schwierigen Zeiten vor allem die Identifikation der Kundinnen und Kunden mit den lokalen Geschäften gestärkt werden, um Lust auf kontaktloses Shoppen im Quartier zu machen.“

So entstehen gerade Videoporträts von Geschäften mit einem digitalen Bembellauf, um die Vielfalt und Kreativität rund um die Berger darzustellen. Es ist ein Plakat entstanden, das in vielen Schaufenstern hängt. Es fordert uns alle auf: „Support your local heros“, unterstützt die lokalen Einzelhändler und Gastronomen in dieser schweren Zeit. Margit Martin-Marx, die als Kümmerin für den Gewerbeverein Bornheim-Mitte unterwegs ist, weiß: „Die Türen sind zwar zu, aber viele bieten Onlineshops oder kontaktlose Abholstationen an. Haben Sie schon mal eine Kaufberatung für Pfannen im Geschäft um die Ecke via Facetime bekommen?“

In der virtuellen Welt bekommt die Kümmerin Unterstützung von Pascal Adams. Er hilft den Gewerbetreibenden bei der Verbesserung ihres Internetauftritts und kümmert sich darum, die Angebote der Geschäfte online attraktiv darzustellen. Der Gewerbeverein Bornheim-Mitte bündelt auf seiner Internetseite unter http://frankfurt-berger-strasse.de/ das Angebot der Gewerbetreibenden und zeigt, wie entschlossen sie auf die Herausforderungen reagieren. Hier erfährt man, wer einen Abhol- oder Lieferservice anbietet und wie man die bestellte Ware bezahlen kann. „Davon sollten wir alle unbedingt Gebrauch machen! Wir alle können einen Beitrag leisten, in dem wir lokal einkaufen und die Angebote vor Ort nutzen“, fordert Franz Steul, Vorsitzender des Vereins auf.

Kreativität und Zusammenhalt stehen beim Kümmerer-Projekt ganz oben auf der Agenda: Die selbst zu bemalende Tasse aus der Kreativwerkstatt für Keramik „Pintoyo“ passt zum Biotee von „Teatastic“. Solche Kombi-Angebote sollen gefördert und platziert werden. Die Platzierung gelingt besonders gut beim „Schaufenster-Sharing“ am U-Bahn-Eingang Bornheim Mitte. Durch das zentral gelegene Schaufenster können auch Angebote aus den Seitenstraßen gut vermarktet werden. Darüber hinaus koordiniert Martin-Marx als Kümmerin Aktionen im Stadtteil wie die Kampagne der Wirtschaftsförderung „Einkaufen in Frankfurt“ oder gemeinsame Sonderanzeigen in den Tageszeitungen FAZ, FR und FNP.

Für den Sommer plant das Kümmererteam – so Corona es zulässt – einen gemeinsamen Flohmarkt der Gewerbetreibenden und die längste Cocktailbar in Frankfurt. Wirtschaftsdezernent Frank freut sich über die Aktivitäten und die damit erzeugte positive Stimmung: „Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir alles dafür tun, dass das Flanieren und Einkaufen in unseren Stadtteil-Zentren Spaß macht. Das hat auch ganz viel mit Aufenthaltsqualität zu tun. Denn das Kümmerer-Projekt setzt sich für die Attraktivität und Sauberkeit im Quartier ein. Da werden Stromkästen gemeinsam mit lokalen Künstlerinnen und Künstler verschönert, Clean Up-Aktionen mit Partnern wie FES, RMV und Cleanffm durchgeführt und der Leerstand der Geschäfte im Blick behalten.“

Große Zustimmung findet das Projekt bei den Gewerbetreibenden. „Ich bin froh zu wissen, dass im Gewerbeverein in diesen Krisenzeiten alle zusammenhalten“ sagt Marlen Richter, Inhaberin des Unverpackt-Ladens „Die Auffüllerei“. Für ihre Jubiläums-Tombola hat sie innerhalb von wenigen Stunden tolle Unterstützung von anderen Geschäften bekommen – und konnte so auch Werbung für die Kolleginnen und Kollegen machen.

„Wir wollen uns weiterhin dafür engagieren, dass es rund um die Berger Straße bunt bleibt und die kleinen Geschäfte, Restaurants und Cafés, die vielen kreativen Menschen sowie die kulturellen und sportlichen Angebote die Krise überstehen“, sagt Alexandra von Winning, Koordinatorin der Initiative von Lust auf besser leben. Und darin sind sich alle einig. (ffm)