Wird Nord Stream zum Mord Stream?
Frankfurter Manager rückt Spiegel-Aussagen gerade
Dr. Seifert setzt in einem Schreiben an den Spiegel dem Geschwurbel der ansonsten für ihre sorgfältigen Recherchen bekannten Redakteure (Spiegel Nr. 28, Seite 106) knapp und präzise die wahren Fakten entgegen. Und die unterscheiden sich nun mal derart heftig von den in dem Magazin aufgestellten Behauptungen, dass man sogar von einer lügenhaften Berichterstattung sprechen könnte. Milde beurteilt belassen wir es aber einfach mal bei Nichtwissen und Ignorieren, aber, wie heißt es doch so schön, auch Nichtwissen schützt vor Strafe nicht.
Und diese Strafe könnte, wenn wir uns nicht endlich daran machen, die Milliarden von Kubikmetern in deutscher Erde gebundenen Erdgasmassen mit umweltunschädlichen neuen Fracking-Methoden zum Beispiel der Firma Tougas Oilfield Solutions zu fördern, ein schwerer wirtschaftlicher Einbruch sein. Zähneklappern im Winter aufgrund von Heizproblemen wäre da noch die mildeste Folge der Ignoranz und ideologischen Scheuklappen, die unsere verantwortlichen Politiker zu diesem Thema nach wie vor unverdrossen pflegen.
Das Schreiben von Dr. Seifert ist auch deshalb gefährlich aktuell, weil niemand weiß, ob Putin in zwei Wochen den Gashahn wieder aufdreht, wenn die Wartungsarbeiten an Nord Stream 1 beendet sein sollen und Nord Stream sich dann eventuell zu einem wirtschaftlichen Mord Stream wandeln würde. Das macht den Normalbürger nervös, und die Regierung ebenfalls. Vor diesem Hintergrund hat sich die Redaktion von Frankfurt Live entschlossen, hier den Brief von Dr. Karl-Gerhard Seifert ungekürzt zu veröffentlichen:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
Leider entspricht der Artikel nicht der ganzen Wahrheit, um die sich der Spiegel ja immer bemüht.
Seit über 40 Jahren wurde in Deutschland ca. 350 Mal gefrackt, ohne dass jemals Grundwasser verunreinigt wurde oder Erdbeben ausgelöst wurden. Es wurde auch kein klimaschädliches Methan durch Fracken freigesetzt. Fracking hat durch die Propaganda der Gasprom einen desaströsen Ruf erlitten und falsche Behauptungen haben dazu geführt, dass Fracking in Deutschland eingestellt wurde. Bekanntermaßen hat Russland Gruppen finanziert, die Fracking in Deutschland aktiv bekämpft haben. Vor allem die Niedersächsische SPD hat sich immer extrem gegen Fracking ausgesprochen, damit bestimmte Kreise in Hannover der Gasprom ein gutes Geschäft ermöglichen. Wie die heutige Abhängigkeit vom russischen Erdgas zeigt, war dies ein toller Erfolg! Es wird Zeit, dass SPD und Grüne ihre Position zum Fracking ändern. Auch hier wäre eine Zeitenwende endlich angesagt. Es gibt genug Experten, die eine rasche Wiederaufnahme der Gasproduktion mit Hilfe von Fracking für möglich halten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Karl-Gerhard Seifert
Vorsitzender des Beirats der Tougas GmbH“
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