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Letzte Aktualisierung: 22.09.2021

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Wikinger, märchenhafte Liebesgeschichten und andere Legenden der Baleareninseln

von Ilse Romahn

(15.09.2021) Wie sagt man so schön – Legenden sterben nie aus. Dies gilt auch für die Mythen übernatürlicher Ereignisse, heldenhafter Legenden und märchenhafte Liebesgeschichten, die sich auf den Baleareninseln ereigneten.

Zauberhafte Balearen
Foto: AETIB
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Mallorquinischer Schnee
Eine alte Legende erzählt die Geschichte von einem stolzen Prinzen mit schwarzem Haar, welcher zusammen mit seinen Gefährten auf das Festland zog und eine Reise über Frankreich, Deutschland und bis nach Schweden antrat. Dort angekommen, begegnete er einer wunderschönen Prinzessin mit blondem Haar, zu welcher eine große Liebe entbrannte. Auch sie verlor ihr Herz an den schönen Prinzen, sodass sie ihm auf die schöne Insel folgte. Das jungvermählte Königspaar verbrachte auf der südlichen Insel einen glücklichen Sommer, gefolgt von einer angenehmen Herbst- und Winterzeit. Als der Winter allmählich auszuklingen schien wurde die Prinzessin immer trauriger, denn sie vermisste den Schnee ihrer schwedischen Heimat zutiefst. Daraufhin beschloss der König auf der ganzen Insel Mandelbäumchen anpflanzen zu lassen, damit seine Herzenskönigen sich an deren weißen Blüten erfreuen konnte. Und so beschreibt man heute noch die Mandelblüte als den „mallorquinischen Schnee“.

Die mythenreiche Felseninsel Es Vedrà
Unter Abenteurern, Reiseführern und Einheimischen sind die  Geschichten der Odysee von Homer, Warnungen vor einem Riesen und spirituellen Ereignissen durchaus schon bekannt und verbreitet. Laut einer uralten Erzählung solle die Insel Seenymphen und Unterwasserkreaturen beheimaten, welche versuchten, Odysseus von seinem Schiff zu locken. Heutzutage werden in der Inselumgebung häufig Unterwasser Geräusche vernommen, welche Meeresbiologen weder Menschen noch bekannten Meereslebewesen zuordnen können. Die Geräuscheinflüsse würden, Beobachtungen zufolge, dazu führen, dass Fischschwärme ihre Routen wechselten. Schon in den 60er Jahren wurde die Insel ein Reiseziel für die Hippiebewegung und bekannt als Ort für spirituellen Austausch und Begegnungen. Rituale, wie das Steine sammeln und Figuren nachahmen, gehören bis zum heutigen Tage zur gängigen Praxis für Besucher der Insel.

Die Höhle in der Klippe
Diese Legende begibt sich zur Zeit der islamischen Invasionen, als die Piraten Menorca umzingelten, um den Zeitpunkt zu finden, die Insel und ihre Bewohner anzugreifen. Die Geschichte besagt, dass ein Überlebender eines Schiffbruchs vor der Küste Menorcas, sich in einer Höhle in einer Klippe versteckte. Sein Name war Xoroi. Er stahl Essen von den Einheimischen, um zu überleben. Aber niemand hatte ihn je gesehen, weil er sich immer in den Schatten der Nacht versteckte. Eines Tages verschwand ein Mädchen. Niemand wusste, was passiert war. Im Laufe der Jahre haben sie aufgehört, nach ihr zu suchen, aber sie haben sie nie vergessen. Eines Tages jedoch konnten menorquinische Dorfbewohner den Piraten ausfindig machen. Er lebte in der Höhle mit dem verschwundenen Mädchen ein glückliches Leben. Sie haben eine kleine Familie gegründet. Die Dorfbewohner bedrohten Xoroi so sehr, dass er keinen Ausweg mehr sah und sich von den 26 Meter hohen Klippen ins Mittelmeer stürzte, Die Legende besagt auch, dass selbst heute noch seine Nachfahren auf Menorca leben. 

König Sigurd und der Schatz von Formentera
Sigurd war einst ein Wikingerkönig von Norwegen, der auf der Suche nach neuen Abenteuern war. Auf dieser Suche stach er in See und erreichte die Insel Formentera nachdem er Frankreich, Gibraltar und Galicien durchquert hatte. Auf der Insel stieß die Gruppe Wikinger auf Piraten, die der Legende nach in einer Höhle auf La Mola einen Schatz bewachten, den sie geplündert hatten. Da die Höhle vom Meer aus unzugänglich war, entwickelten Sigurd und seine Männer eine Strategie, um die Piraten aufzuscheuchen und ihren Schatz zu erbeuten. Sie hoben eines ihrer Schiffe auf die Spitze der Klippe und ließen es mit Hilfe von Seilen auf die Höhe der Höhle herab. Danach zündeten die Wikinger den Eingang zur Höhle an, um sie mit Rauch zu füllen. So kam die Höhle auch zu dem Namen, unter der sie heute noch bekannt ist: Cova des Fum (Höhle des Rauchs). Die Piraten ergaben sich schließlich und die Wikinger zogen weiter über das Mittelmeer. Von dem Schatz wurde nie wieder etwas gehört. Einige Geschichten besagen, dass die Wikinger sie zwischen Formentera und Ibiza versteckt haben.

Aufgrund der aktuellen Situation ist bei einer Reise auf die Balearen mit einigen besonderen Einschränkungen zu rechnen. Die Regierung der Balearen tut alles, um den Reisenden ein sicheres Reiseziel zu bieten und wendet Maßnahmen an, um einen entspannten und sicheren Urlaub zu gewährleisten. Weitere Informationen hier.

www.illesbalears.travel