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Letzte Aktualisierung: 13.04.2021

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Wieviel Wasser braucht ein Baum

von Ilse Romahn

(25.03.2021) Grünflächenamt, Senckenberg und Mainova forschen an digitalem Bewässerungsmanagement für Stadtbäume.

Zusammenarbeit mit den Projektpartnern
Foto: Stadt Frankfurt
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Temperaturen von mehr als 40 Grad in Frankfurts Innenstadt, wochenlang ausbleibender Niederschlag: Die Sommermonate und damit die Vegetationsperioden in den vergangenen drei Jahren waren auch in Frankfurt geprägt durch langanhaltende Trockenphasen mit extrem wenig Niederschlag. Die Folgen sind fatal. Die Bäume kämpfen mit Kronen- und Astdürre, Schädlingsbefall bis hin zum kompletten Absterben. Hinzu kommt an vielen Orten in der Stadt eine außergewöhnliche Dürre bis in die tieferen Bodenschichten. Das Problem betrifft nicht allein die Jungbäume, alle Stadtbäume leiden unter der unzureichenden Wasserversorgung aus dem Grundwasser. Ihnen hilft das Grünflächenamt bereits seit einigen Jahren mit zusätzlicher Bewässerung: Jungbäume bis zum Standjahr von fünf Jahren, alle anderen an besonders trockenen Standorten mit einer hohen Windbelastung. Allein im Jahr 2019 wurden dafür rund zwei Millionen Liter Wasser verbraucht.

Diese Wassermengen wollen wir künftig vermeiden, ohne dass die Stadtbäume darunter leiden müssen, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig: „Stadtbäume regulieren das Mikroklima, spenden Schatten, filtern Emissionen aus der Luft, sie sind Lebensräume für eine große Anzahl an Insekten, die wiederum Nahrungsgrundlage für Vögel sind. Der Wert unserer Stadt- und Straßenbäume ist daher unschätzbar. Sie sind aber auch einem erheblichen Stress ausgesetzt durch Verdichtung, Schadstoffe und dem Klimawandel. Der Schutz der Bäume und damit der Lebensqualität in der Stadt ist eine immense Aufgabe. Wir wollen aber auch mit den Wasserressourcen sorgsam umgehen. Deshalb suchen wir nach Möglichkeiten, wie wir künftig unsere Stadtbäume ausreichend mit Wasser versorgen können."

Aufschluss über den Bewässerungsbedarf von Bäumen könnte die Forschungsreihe GRUBE (Grundlagen rund um die Baumgruben-Erschließung) bringen, die das Grünflächenamt gemeinsam mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum (SBiK-F), der Mainova sowie der Stabstelle Digitalisierung der Stadt Frankfurt seit einigen Wochen an sechs repräsentativen Standorten in der Stadt durchführt. Zum Beispiel im Grüneburgpark oder in der Schwalbacher Straße.

Einbaustandorte sind Schwalbacher Straße, Reichsforststraße, Grüneburgpark, Beethovenstraße, Elisabethenstraße, Eysseneckstraße, Hahnstraße, Goetheplatz, - Römischer Ring.  (ffm)