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Letzte Aktualisierung: 21.06.2021

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Wiedereröffnung des Archäologischen Museums Frankfurt am 1. Juni

von Ilse Romahn

(28.05.2021) Nach mehrmonatiger Schließung aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wird das Archäologische Museum Frankfurt (AMF) ab Dienstag, 1. Juni, seine Türen wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen. Und diese erwarten eine spannende Sonderausstellung und eine neue Präsentation in der Dauerausstellung!

Menschsein // Die Anfänge unserer Kultur
Lässt sich das Menschsein bestimmen? Machen biologische, soziale, ökologische oder kulturelle Merkmale uns Menschen aus? Zeigt es sich körperlich, im Denken, im Verhalten?

Wenn wir die lange Geschichte der Menschwerdung betrachten, dann wird deutlich, wie viele verschiedene Entwicklungen im Laufe von Jahrmillionen zu unserem Menschsein beigetragen haben. Sie machten uns zu einer kulturbestimmten und kulturell überaus vielfältigen Art, die heute die gesamte Erde bevölkert. Um den Weg der Menschheit bis heute zu verstehen, muss man tief in vergangene Zeiten eintauchen.

Neben der Präsentation von Originalobjekten ist die Vermittlung zentrales Element der Ausstellung. Zahlreiche interaktive Stationen und die ständig anwesenden Steinzeit-Erklärerinnen und -Erklärer ermöglichen Mittwoch bis Samstag von 10 bis 16 Uhr eine spannende Vertiefung der Inhalte. Modulartig werden verschiedene Themenkomplexe, wie biologische Entwicklung, Technologie, Sprache, Feuer, Ernährung und Lernen behandelt.

Die Sonderausstellung ist bis 30. Januar 2022 im Archäologischen Museum zu sehen. Ein Katalog zur Ausstellung (ISBN: 978-3-96176-142-5) ist im Museumsshop für 18 Euro erhältlich.

Im Glanze Heiliger Stätten – St. Leonhard in Frankfurt am Main
Durch das Denkmalamt konnten bei archäologischen Grabungen in den Jahren 2009 bis 2017 bedeutende Teile der hochrangigen Ausstattung St. Leonhards aus dem Boden geborgen werden. Nach der erfolgreichen Schau „Schätze aus dem Schutt“ im Dommuseum erzählt das Archäologische Museum anhand der Funde nun die Geschichte St. Leonhards im Glanze Heiliger Stätten des Christentums.

Die Ausstellung der Funde aus St. Leonhard in der Annenkapelle des ehemaligen Karmeliterklosters stellt einen ersten Baustein im Rahmen der geplanten Neukonzeption der Dauerausstellung des Archäologischen Museums Frankfurt dar, in welche die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit integriert werden soll. Damit sollen zukünftig wichtige Abschnitte der Frankfurter Stadtgeschichte thematisiert werden, die bisher in der Dauerausstellung des Archäologischen Museums nicht vertreten waren. Darüber hinaus unterstreicht die für die Ausstellung zum wiederholten Male praktizierte enge Zusammenarbeit der beiden heute im ehemaligen Klosterareal untergebrachten Institutionen, des Archäologischen Museums und des Instituts für Stadtgeschichte, die Bedeutung des Karmeliterklosters als Ort, an dem die Geschichte Frankfurts dokumentiert, erforscht und vermittelt wird.

Die Begleitbroschüre „Im Glanze Heiliger Stätten. St. Leonhard in Frankfurt am Main“ (ISBN 978-3-88270-511-9) ist für 8,50 Euro im Museumsshop erhältlich.

Die beiden Eröffnungsveranstaltungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, können aber über die Homepage oder den Youtube-Kanal des AMF unter https://www.youtube.com/results?search_query=arch%C3%A4ologisches+museum+frankfurt abgerufen werden.

Besuch unter Hygienebestimmungen
Der Besuch des Archäologischen Museum ist nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher vor Ort erfasst werden und Besuchstermine vereinbart werden. Anmeldungen für eine bestimmte Uhrzeit sind ab sofort unter Telefon (069)21235896 möglich.

Ansonsten gelten für den Museumsbesuch die bekannten Hygienebestimmungen: Tragen einer medizinischen Maske, Abstandhalten und regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren. (ffm)