Wie Frankfurt nach Feierabend zum Leben erwacht
Banken, Anzüge, Tabellen, Wolkenkratzer … die Finanzwelt ist im Frankfurter Alltag kaum zu übersehen. Aber das beschreibt eigentlich nur, wie die Stadt während der Arbeitszeit aussieht.
Foto: Microsoft Designer
Sobald die Laptops zuklappen und die Sakkos ausgezogen werden, ist es mit der ganzen Ernsthaftigkeit schnell vorbei. Die Mainufer füllen sich, rund um die Innenstadt wird Wein ausgeschenkt, Sachsenhausen wird lauter, die Rooftop-Bars füllen sich – und deutlich später setzt die elektronische Musik ein.
Willkommen beim Feierabend in Frankfurt.
Feierabend. Und jetzt?
Feierabend bedeutet ganz einfach: Der Arbeitstag ist vorbei … und das erste Bier, ein Glas Wein oder die Dinner-Reservierung ruft.
Banker, Berater, Messebesucher, internationale Führungskräfte und Expats strömen aus den Büros und suchen nach einem Ort, an dem sie die nächsten Stunden verbringen können. Für manche heißt das Drinks mit den Kollegen. Andere gehen direkt zum Abendessen, treffen Freunde oder planen etwas ein bisschen Persönlicheres.
Was auch immer der Plan ist: Sobald es 18 Uhr wird, hat Frankfurt jede Menge zu bieten.
Am Main anfangen
An einem warmen Abend, wenn die Sonne noch scheint, lassen viele Einheimische die Bar komplett links liegen und gehen direkt ans Wasser.
Das Mainufer ist einer der einfachsten Orte, Frankfurt zu genießen, ohne dabei viel Geld auszugeben. Überquert den Eisernen Steg, holt euch etwas zu trinken und sucht euch einen Platz auf der Sachsenhäuser Mainseite. Von dort habt ihr einen der besten Blicke zurück auf die Skyline – besonders bei Sonnenuntergang.
Wer es etwas organisierter mag, kann ins Oosten, Mayfarthstraße 4, 60314 Frankfurt gehen. Es liegt direkt am Main und öffnet unter der Woche ab 17:00 Uhr. Bei gutem Wetter gibt es auf der Dachterrasse Wein, Cocktails und Spritz-Drinks. Reservierungen werden für die Rooftop-Bar allerdings nicht angenommen, deshalb lohnt es sich, an einem sonnigen Freitag eher früh aufzutauchen.
Wein nach Feierabend rund um den Opernplatz
Wer irgendwo im Bankenviertel arbeitet, landet nach Feierabend ziemlich schnell am Opernplatz. Auf dem Platz vor der Alten Oper finden regelmäßig Food- und Wein-Events statt, und in den wärmeren Monaten wird es dort gerne voll mit Leuten aus den umliegenden Büros, die draußen noch etwas trinken.
Beim Opernplatzfest gibt es Food-Stände, Wein, Cocktails und Live-Musik, während der Rheingauer Weinmarkt jeden September die Freßgass und die Umgebung übernimmt. 2026 findet der Weinmarkt vom 2. bis 11. September statt und bleibt jeden Abend bis 23:00 Uhr geöffnet.
Winzer aus dem Rheingau schenken Riesling, Sekt und andere regionale Weine aus. Perfekt also, wenn man lokale Weine probieren möchte, ohne direkt bei einer formellen Verkostung zu landen.
In Sachsenhausen trinkt man wie ein echter Frankfurter
Wenn es eine After-Work-Tradition gibt, die man wenigstens einmal ausprobieren sollte, dann ist es Ebbelwoi.
Frankfurts Apfelwein ist trocken, ziemlich herb und wird normalerweise in einem gerippten Glas serviert, dem sogenannten Gerippten. Man kann ihn pur bestellen oder sauer gespritzt mit Mineralwasser, wenn es etwas leichter sein soll.
Sachsenhausen ist der traditionelle Ort dafür. Ein guter Start ist Apfelwein Wagner, Schweizer Straße 71. Die Wirtschaft gehört zu den bekanntesten Apfelweinlokalen der Stadt und fühlt sich drinnen immer noch angenehm oldschool an. Wer dazu etwas Lokales essen möchte, kann Handkäs mit Musik probieren – Sauermilchkäse mit Zwiebeln und Vinaigrette – oder Frankfurter Grüne Soße mit Eiern und Bratkartoffeln bestellen.
Nur ein paar Häuser weiter, in der Schweizer Straße 67, liegt das Zum Gemalten Haus, eine weitere klassische Sachsenhäuser Apfelweinwirtschaft mit Würstchen, Rippchen, Handkäs und Grüner Soße.
Ja, diese Lokale sind laut, voll und ziemlich gesellig. Aber wenn ihr nach echter Atmosphäre sucht, seid ihr hier genau richtig.
Lieber Cocktails? Dann nach oben
Was Frankfurt den meisten anderen deutschen Städten voraus hat, ist eine echte Hochhaus-Skyline. Es wäre also fast ein bisschen schade, nicht wenigstens einmal über der Stadt etwas trinken zu gehen.
Die 20 High Skyline Bar, Europaallee 68, 60486 Frankfurt liegt im 20. Stock des ATLANTIC Hotels, etwa 64 Meter über der Stadt. Sie öffnet montags bis samstags ab 17:30 Uhr und bleibt unter der Woche bis 00:30 Uhr, freitags und samstags sogar bis 01:30 Uhr geöffnet.
Freuen Sie sich auf Cocktails, gedämpftes Licht und einen weiten Blick über die Stadt. Die Bar eignet sich besonders gut für ein Date, ist aber auch eine gute Wahl für Geschäftsreisende, die ihre Meetings hinter sich haben und nicht unbedingt noch einen weiteren Abend allein an der Hotelbar verbringen möchten.
Frankfurt hat eine echte Techno-Geschichte
Wenn der Abend nach Mitternacht noch lange nicht vorbei ist, lohnt sich ein Blick auf Frankfurts elektronische Musikszene.
Die Stadt spielte in den späten 1980er- und 1990er-Jahren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des deutschen Techno. Legendäre Clubs wie das OMEN machten Frankfurt zu einem der frühen europäischen Zentren elektronischer Musik, und heute dokumentiert das Museum of Modern Electronic Music diese Geschichte mitten in der Stadt.
Das Tanzhaus West, Gutleutstraße 294, befindet sich in der Milchsackfabrik, einem ehemaligen Industrieareal, in dem elektronische Nächte, Open-Air-Events und Partys auf mehreren Floors stattfinden. Und dann wäre da noch das Robert Johnson im benachbarten Offenbach. Es zählt zu den angesehensten Electronic-Clubs im Raum Frankfurt und ist nach wie vor besonders bei Leuten beliebt, die wirklich zum Tanzen kommen.
Frankfurt allein erkunden? Gesellschaft lässt sich leicht organisieren
Frankfurt zieht jedes Jahr unzählige Menschen an, die allein für Geschäftsreisen, Messen und Konferenzen in die Stadt kommen. Und nicht jeder möchte seinen freien Abend allein an einer Bar verbringen.
Was vielleicht nicht jeder weiß: In der Stadt gibt es auch eine etablierte Szene für professionelle Begleitung. Besucher können über eine Frankfurt Escort Agentur wie Lia Models Gesellschaft organisieren und den Abend gemeinsam verbringen – vom Dinner und Cocktails bis hin zu einer Erkundungstour durch Frankfurt.
In einer Geschäftsstadt wie Frankfurt ergibt das durchaus Sinn. Vielleicht kennt man bei der Ankunft niemanden außer den Menschen, die man beruflich trifft, möchte aber trotzdem mit jemandem zu Abend essen, ein paar Drinks am Main genießen oder später gemeinsam eine etwas schickere Location besuchen. Professionelle Begleitung bedeutet dabei nicht, dass man seine Pläne ändern muss, sondern einfach, dass man den Abend nicht unbedingt allein verbringen muss.
Frankfurt ist nach Einbruch der Dunkelheit besser
Frankfurt wird schnell unterschätzt, wenn man seine Zeit nur mit Kollegen in einem gläsernen Büroturm verbringt. Bleibt nach Feierabend noch ein bisschen länger, und ihr erlebt eine ganz andere Stadt.
Trinkt etwas am Main. Probiert Riesling rund um den Opernplatz. Bestellt einen Bembel in Sachsenhausen. Schaut euch die Skyline von einer Dachterrasse an. Und wenn noch genug Energie da ist, beendet den Abend irgendwo mit Techno – wahrscheinlich deutlich später, als ursprünglich geplant.
Frankfurt verbringt seine Tage vielleicht mit Business. Aber seine Abende machen sehr, sehr viel mehr Spaß.
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