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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Widerspruch muss schnell erfolgen

„Das PatientenForum“ gibt Tipps bei abgelehntem Pflegeantrag

von Norbert Dörholt

(30.12.2019) Wer Pflegeleistungen beantragen will, bekommt Besuch von einem Gutachter, der den Pflegegrad feststellen soll. Aus Sicht des Pflegebedürftigen und seiner Angehörigen läuft bei diesem Termin aber nicht immer alles glatt. Wie Angehörige sich wehren können, indem sie Widerspruch einlegen, erklärt der Präsident des Bundesverbandes für Patienten- und Versicherteninteressen, Manfred Pfeiffer, Mainz.

Was man tun kann, wenn ein Pflegeantrag abgelehnt wird, erklärt der Präsident von „Das PatientenForum“ e.V., Manfred Pfeiffer, im neuesten Infoblatt des Vereins.
Foto: Pressesstelle Bundesverband für Patienten- und Versicherteninteressen e.V.
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Er bezieht sich dabei auch auf die Zeitschrift „Pflege und Familie“, die sich ebenfalls mit diesem Thema befasst hat. „Der Widerspruch“, so Pfeiffer, „sollte schnell geschehen, denn die Widerspruchsfrist läuft bereits nach einem Monat ab.“ Um die Frist zu wahren, reiche zunächst ein kurzes formloses Schreiben, in dem der Pflegebedürftige oder sein Vertreter den Widerspruch erklären. Das Schreiben sollte man möglichst faxen, per Einschreiben schicken oder gegen eine Empfangsbestätigung persönlich bei der Pflegekasse abgeben.

„Danach kann man dann eine ausführliche Begründung des Widerspruchs formulieren und hierfür auch das Gutachten zum Bescheid anfordern und genau prüfen“, schreibt der Präsident des 11.000 Mitglieder zählenden Verbands „Das PatientenForum“ e.V. dazu im neuesten Infoblatt „Aufgepasst & Hergehört“. Je fundierter der Widerspruch sei, desto höher seien die Chancen, dass die Pflegekasse den Pflegegrad doch genehmige oder eine erneute Begutachtung veranlasse.

Wer professionelle Hilfe beim Widerspruch braucht, kann sich an Pflegestützpunkte oder Pflegedienste wenden. (www.das-patientenforum.de)