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Weyland geht OB Feldmann scharf an

OB-Kandidatin nennt seine Schulpolitik ein „Armutzeugnis“

Als „politisches Armutszeugnis für Oberbürgermeister Peter Feldmann“ hat Dr. Bernadette Weyland es gewertet, dass der Wille von 544 Eltern für die Wahl einer weiterführenden Schule ignoriert werde. „So etwas werden die Mütter und Väter zu Recht als bewusste Ignoranz verstehen“, sagte Weyland, die sich für das Amt des Frankfurter Stadtoberhaupts bewirbt.

Einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ zufolge bekommen 544 Eltern für die von ihren Kindern favorisierte Schule in diesem Sommer eine Absage. Eine ähnliche Nachricht hatte bereits im vorherigen Schuljahr die Eltern aufgebracht und an der kommunalen Bildungspolitik erheblich zweifeln lassen. Nach Abschluss der vierten Klasse können Eltern zwei Schulen wählen, auf die sie künftig ihr Kinder schicken möchten.

Das es in diesem Sommer kurz vor den Schulferien „wieder eine solche Horrormeldung gibt, verlangt Konsequenzen, die das Stadtoberhaupt selbst ziehen muss“, sagte Weyland. Das hessische Schulgesetz kenne „den Willen der Eltern“ als „Leitlinie bei der Wahl für die weiterführende Schule“.

Um der Misere „wirksam etwas entgegen zu setzen“, benötige es wohl mehr als Feldmanns Credo „Bauen, bauen, bauen“. Eine Stadt wie Frankfurt am Main, die wachse und Familien mit Kindern anlocken wolle, brauche auch eine gute Planung, betonte Weyland. Dann wisse man auch verlässlich, dass zwei weiterführende Schulen in Frankfurt unbedingt nötig seien.