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Wettbewerb „Aktion Generation“ startet

Neue Chancen für generationenübergreifende Projekte.

Mit dem Start des Landeswettbewerbs „Aktion Generation – Lokale Familien stärken“ setzt Hessen erneut ein deutliches Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Familienministerin Diana Stolz betonte zum Auftakt, dass das Miteinander von Jung und Alt „wertvolle Momente der Nähe“ schaffe und ein entscheidender Baustein für ein solidarisches Gemeinwesen sei. Der Wettbewerb, der seit 2015 besteht und bereits 69 Projekte ausgezeichnet hat, richtet sich in diesem Jahr unter dem Motto „GemEinsam. Für alle Generationen“ erneut an Kommunen, Vereine, Kirchen, Hochschulen und engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Gerade für Frankfurt am Main eröffnet die Ausschreibung neue Möglichkeiten. Die Stadt ist geprägt von einer außergewöhnlichen sozialen und kulturellen Vielfalt, einer jungen internationalen Bevölkerung und gleichzeitig einer wachsenden Zahl älterer Menschen. In vielen Quartieren – vom Gallus über Bornheim bis nach Höchst – leben Generationen dicht beieinander, ohne sich im Alltag immer zu begegnen. Projekte, die Brücken schlagen, können hier besonders viel bewirken.

Die Landesregierung hebt hervor, dass sowohl laufende Projekte als auch neue Konzeptideen eingereicht werden können. Besonders willkommen sind innovative Ansätze, die etwa im Rahmen von Abschlussarbeiten an hessischen Hochschulen entstanden sind. Frankfurt mit seiner Hochschullandschaft – von der Goethe-Universität bis zur Frankfurt University of Applied Sciences – bietet dafür ideale Voraussetzungen. Studierende, die sich mit Themen wie sozialer Teilhabe, urbaner Nachbarschaft oder interkultureller Begegnung beschäftigen, können ihre Ideen erstmals in einem landesweiten Rahmen sichtbar machen.

Die Themenpalette der bisherigen Preisträger zeigt, wie vielfältig generationenübergreifende Arbeit sein kann. In anderen hessischen Kommunen entstanden bereits gemeinschaftlich gepflegte Gärten, in denen ältere Menschen ihr Wissen über Pflanzen weitergeben. Auch Koch- und Bastelangebote, Lesepatenschaften oder gemeinsame Kulturprojekte wurden ausgezeichnet. Übertragen auf Frankfurt könnten solche Formate in Stadtteilzentren, Nachbarschaftstreffs oder Mehrgenerationenhäusern neue Impulse setzen. In dicht bebauten Vierteln wie dem Ostend oder dem Gutleutviertel könnten urbane Gärten zu Orten der Begegnung werden. In kulturell aktiven Stadtteilen wie Sachsenhausen oder Bockenheim ließen sich generationsübergreifende Musik- oder Theaterprojekte entwickeln, die die Vielfalt der Stadt widerspiegeln.

Laut den offiziellen Wettbewerbsunterlagen, die auf der Website des Ministeriums abrufbar sind, bewertet eine Jury aus Expertinnen und Experten die eingereichten Beiträge nach Kriterien wie Netzwerkcharakter, Innovationsgrad und der Verknüpfung von Haupt- und Ehrenamt . Besonders erwünscht sind zwar Projekte aus dem ländlichen Raum, doch Einreichungen aus urbanen Zentren wie Frankfurt sind ausdrücklich möglich und willkommen. Die Preisverleihung findet am 13. November 2026 statt.

Für Frankfurt könnte der Wettbewerb ein wichtiger Impuls sein, um bestehende Initiativen zu stärken und neue Kooperationen zwischen Stadtteilen, Vereinen, Hochschulen und zivilgesellschaftlichen Gruppen anzustoßen. In einer Metropole, die sich ständig wandelt und in der soziale Nähe nicht selbstverständlich ist, bietet „Aktion Generation“ die Chance, Begegnungen zu schaffen, die den Alltag vieler Menschen bereichern.

Der Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2026. Bewerbungen können digital über das Formular auf der Website des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege eingereicht werden.