Werke aus Acryl und Moos im Krifteler Bürgerhaus
Dr. Frank Fichert, der Vorsitzende des Kulturforums, und Bürgermeister Seitz eröffnen um 19 Uhr die Ausstellung. Diese kann dann bis zum 8. Mai besucht werden, und zwar montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.
„Hauptberuflich bin ich Fotografin, aber auch hier nutze ich das Foto als Leinwand“, sagt die Künstlerin mit Atelier in Griesheim, die sich zur Kunsttherapeutin, zum Art Coach und zur Sensitivitätstrainerin weitergebildet hat. „In der Fotografie habe ich durch die Linse die Farben der Natur und deren Beschaffenheit zu schätzen gelernt. Heute bilde ich diese Farben in meinen Acrylbildern ab. Mein Ziel ist es, mit Farben und bewegten Linien Emotionen zu wecken.“
Moos als „Kunst“stoff
Ihre Technik in der Acrylmalerei ist das „Pouring“, was so viel bedeutet wie „schütten“ oder „gießen“. Bei dieser Kunstrichtung wird die Acrylfarbe nicht mit dem Pinsel oder Spachtel auf die Leinwand aufgetragen: Die vorher mit einem speziellen Medium vermischte Acrylfarbe wird in einem Becher geschichtet und auf die Leinwand gebracht. Durch verschiedene „Schütttechniken“ entstehen unterschiedliche Muster und Farbverläufe.
Als Künstlerin sei sie aber auch immer auf der Suche nach neuen Materialien, um ihr Repertoire zu erweitern und neue Kunstwege zu erschließen. So sei sie einen Schritt weiter von der Abbildung der Natur zur Nutzung „echter Natur“ auf den Bildern gegangen. Sie nutzt echtes Moos als "Kunst"stoff! „Mooswerke sind seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Man findet sie zurzeit vor allem in Firmen und Arztpraxen“, berichtet die Künstlerin. „Das konservierte Moos hat eine positive Wirkung auf den Feinstaub- und Aerosolgehalt in der Luft. Die Mikrostrukturen des Mooses absorbieren Schall.“
Das von ihr verwendete Moos aus Island werde speziell für die Weiterverarbeitung gezüchtet. „Eine weitere wunderbare Eigenschaft von Mooskunstwerken ist, dass man wenig bis keinen Pflegeaufwand hat. Es muss weder gedüngt noch gegossen oder geschnitten werden. Bei der richtigen Positionierung im Raum hält das Mooskunstwerk (fast) ewig“, betont Yvonne Mey.
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