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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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Wer möchte bedürftige Familien in Kriftel glücklich machen?

von Adolf Albus

(18.11.2021) Schon im vergangenen Jahr waren bei Semiha Eroglu-Buch, Sozialarbeiterin der Gemeinde, vor Weihnachten viele kleine Geschenke abgegeben worden, die sie an bedürftige Krifteler Familien und vor allem Kinder weitergeleitet hat.

Foto: Gemeinde Kriftel
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Ein Krifteler Bürger hatte im Rathaus nachgefragt, ob es in Kriftel bedürftige Kinder und Familien gäbe, die er auf diese Weise unterstützen könne. Nach ihrem Aufruf in der Presse meldeten sich viele weitere Spendenwillige. Auch jetzt bietet Semiha Eroglu-Buch wieder an, Geschenke zu sammeln und weiterzugeben.

„Viele Beschenkte waren im vergangenen Jahr zu Tränen gerührt“, erzählt sie. „Ich habe Kontakt zu vielen Familien in Kriftel, und da gibt es einige, die Unterstützung gebrauchen können. Mit der Nationalität hat das nichts zu tun. Durch mein Beratungsangebot kenne ich die Probleme und versuche, Hilfen zu organisieren.“ So gebe es zum Beispiel alleinerziehende Mütter mit mehreren Kindern, die jeden Cent umdrehen müssten, oder auch Familien, in denen die Eltern einfach wenig verdienen. Bei Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind oder waren, sei es mittlerweile richtig eng, weiß die Sozialarbeiterin.

Sie weiß, was gebraucht wird, und möchte spendenwilligen Kriftelerinnen und Kriftelern helfen, Kinderwünsche zu erfüllen. „Ich leite die Geschenke dann anonym an die Familie weiter“, so die Sozialarbeiterin. „Dann liegen sie an Weihnachten einfach unter dem Weihnachtsbaum.“

 

Wer mag anonym etwas spenden?

Wer Interesse hat, wendet sich bitte direkt an Sie per E-Mail an semiha.eroglu-buch@kriftel.de oder per Telefon unter (06192)4004-63. „Dann kann man besprechen, was nötig und möglich ist. Schön wäre es, wenn es keine gebrauchten Sachen sind, damit die Kinder einmal im Jahr mal etwas Neues bekommen“, findet sie und betont: „Geld nehme ich nicht entgegen. Auch Sachspenden ohne Absprache kann man bei mir nicht abgeben.“ Ein telefonisches Vorgespräch oder ein Email-Kontakt sind daher unbedingt notwendig.

Bürgermeister Christian Seitz freut sich über die Aktion: „Wir Krifteler halten zusammen – auch in schweren Zeiten“, betont er. Ihm sind auch gerade die Familien in Kriftel wichtig. „An Weihnachten wird viel gespendet. Warum nicht auch einmal Menschen ‚direkt vor der Haustür‘ helfen?“

Seitz bedankt sich auch bei den vielen Ehrenamtlern des Arbeitskreises Flüchtlinge, die sich das ganze Jahr über um die Flüchtlinge in Kriftel kümmern. Sie besorgen traditionell auch wieder kleine Weihnachtsgeschenke für die Familien und vor allem die Kinder.