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Wenn die Blase streikt: Inkontinenz durch Harnwegsinfektion

Der Drang ist stark, aber die nächste Toilette jedoch zu weit entfernt: Fachleute schätzen, dass in Deutschland etwa 13 von 100 Menschen mit einer Harninkontinenz leben. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Hinter dieser Funktionsstörung der Blase kann auch eine Harnwegsinfektion stecken.

Zur Diagnose einer Inkontinenz sollte daher immer auch ein Test auf Harnwegsinfektionen gehören, informiert das IPF anlässlich des Internationalen Tages der Inkontinenz am 30. Juni 2024.

Harnwegsinfektion verstärkt Harndrang
Harninkontinenz tritt in verschiedenen Formen auf. Häufig verursachen Harnwegsinfektionen eine sogenannte Dranginkontinenz. Dabei verursacht schon eine nur gering gefüllte Blase einen starken Harndrang, den Betroffene nicht unterdrücken können und unfreiwillig Urin verlieren. Da eine Blasenentzündung ähnliche Symptome verursacht, raten Mediziner in Behandlungsleitlinien dazu, Betroffene vor einer umfangreichen Inkontinenz-Diagnostik auf Harnwegsinfektionen zu untersuchen. Auch wenn sich eine bestehende Inkontinenz verschlimmert, sollten Betroffene auf Harnwegsinfektionen untersucht werden. 

Urintests schaffen Klarheit
Urintests bringen Klarheit, ob eine Blasenentzündung vorliegt. Eiweiß und weiße Blutkörperchen im Urin geben erste Hinweise auf eine Infektion. Sie lassen sich mittels Urinstreifentest feststellen. Eine mikroskopische Untersuchung des Urins auf Bakterien und Pilze sichert die Diagnose ab. Je nach Schwere der Infektion können Ärzte die Erkrankung mit Antibiotika behandeln. Im besten Fall verschwindet mit der Harnwegsinfektion auch die Inkontinenz - oder sie bessert sich zumindest.

Weitere Informationen enthalten der Beitrag „Im Fokus: Harnwegsinfektionen“ sowie das IPF-Faltblatt „Infoquelle Urin“. Es kann kostenlos unter www.vorsorge-online.de heruntergeladen werden.