Wenn der weiße Flieder wieder blüht
Neujahrskonzert der Neuen Philharmonie Frankfurt in Sossenheim
Der Frühling lässt sich nicht aufhalten – schon gar nicht musikalisch. Am Sonntag, 11. Januar, 17.00 Uhr, lädt der Kultur- und Förderkreis Frankfurt-Sossenheim e. V. (Kufö) zum 27. Neujahrskonzert, dieses mal mit der Neuen Philharmonie Frankfurt, ins Volkshaus Sossenheim, Siegener Straße 22, ein. Die Eintrittspreise liegen zwischen 26 und 28 Euro. Der Einlass ist um 16.30 Uhr.
Foto: Neue Philharmonie Frankfurt
Unter dem heiteren Motto „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ verspricht das Konzert einen schwungvollen, unterhaltsamen und zugleich anspruchsvollen musikalischen Start ins neue Jahr. Mag es draußen regnen, stürmen oder schneien – die Neue Philharmonie Frankfurt spielt sich und ihrem Publikum mit Walzern, Polkas, Märschen, Arien und Duetten den Frühling herbei.
Für die Neue Philharmonie Frankfurt ist Sossenheim längst kein Neuland mehr. Bereits 2024 war das Orchester hier zu Gast – und hat beste Erinnerungen mitgenommen. Geschäftsführer Dirk Eisermann spricht von einem begeisterten Publikum und einer Atmosphäre, in der man sich sofort wohlgefühlt habe. Umso größer sei die Freude, das Neujahrskonzert nun erneut in Sossenheim gestalten zu dürfen. Das Konzert habe sich als gesellschaftliches Highlight zum Jahresbeginn etabliert – genau dort wolle man dabei sein.
Das Programm selbst ist mit viel Erfahrung und Leidenschaft entstanden. Die Neue Philharmonie Frankfurt ist ein freies Orchester mit freischaffenden Musikerinnen und Musikern und bewegt sich bewusst zwischen verschiedenen musikalischen Welten: klassischer Konzertliteratur, großen Auftritten mit internationalen Stars wie Robbie Williams in der Elbphilharmonie Hamburg oder Deep Purple in der Arena di Verona sowie spektakulären Crossover-Projekten zwischen Klassik, Rock und Pop. Die größte Liebe des Orchesters gilt jedoch der klassischen Musik – und genau die steht im Neujahrskonzert im Mittelpunkt.
In Sossenheim tritt die Neue Philharmonie Frankfurt mit großer Orchesterbesetzung auf: Mindestens 40 Künstlerinnen und Künstler werden die Bühne füllen. Darauf legt das Orchester besonderen Wert, denn viele der Werke entfalten ihre volle Wirkung erst mit einem großen Klangkörper. Mit kleiner Besetzung, so Eisermann, würde die Musik schlicht zu flach klingen. Der Anspruch ist hoch: beste musikalische Qualität, gepaart mit sichtbarer Spielfreude.
Besonders freuen darf sich das Publikum auf die Solisten: die charmante Sopranistin Karola Pavone und den schmelzenden Tenor Roman Payers. Als eingespieltes Duo liefern sie sich musikalisch die Bälle und sorgen für viele Glanzpunkte. Durch den Abend führt Chefdirigent Jens Troester, der nicht nur dirigiert, sondern das Publikum auch mit seiner launigen und humorvollen Art durch das Programm begleitet.
Zu hören sind bekannte Klassiker, Walzer, Polkas und Schlager der 1920er-Jahre – Musik von Johann Strauß, Robert Stolz, Paul Lincke, dazu Perlen von Vivaldi und Dvořák. Titel wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder der berühmte „Frühlingsstimmenwalzer“ fehlen ebenso wenig. Ein Abend voller Schwung, Charme und Ohrwürmer ist garantiert.
Für den Vorsitzenden des Kufö, Franz Kissel, ist das Neujahrskonzert ein kultureller Höhepunkt im Stadtteil. In Sossenheim gebe es zum Jahresbeginn nichts Vergleichbares, und viele Bewohnerinnen und Bewohner freuten sich das ganze Jahr auf dieses Ereignis. Das Konzert sei nicht nur musikalischer Genuss, sondern auch ein gesellschaftlicher Treffpunkt: vor dem Konzert, in der Pause und danach begegnet man alten Bekannten, tauscht sich aus und startet gemeinsam ins neue Jahr.
Ein weiterer Pluspunkt ist das Volkshaus Sossenheim selbst, erläutert Franz Kissel. Es überzeugt mit hervorragender Akustik und technischer Ausstattung – keine Mehrzweckhalle, sondern ein echter Konzertsaal. Auch das liebevoll gestaltete Bühnenbild trägt zur besonderen Atmosphäre bei. Entworfen wurde es vom Sossenheimer Künstler Peter Kullmann, der mit Kronleuchtern und Blumen für festlichen Glanz sorgt und auch das Logo des Kultur- und Förderkreises gestaltet hat.
So verbindet dieses Neujahrskonzert große musikalische Qualität mit Nähe zum Publikum. Und während anderswo die großen Säle glänzen, kann man in Sossenheim den Musikerinnen und Musikern direkt in die Augen schauen und ihre Begeisterung unmittelbar spüren. Oder kurz gesagt: 2026 knallen die Sektkorken, der weiße Flieder blüht – und Sossenheim sagt Prosit Neujahr.
Sonntag, 11. Januar, 17.00 Uhr, Einlass 16.30 Uhr, Volkshaus Frankfurt-Sossenheim, Siegener Str. 22, Frankfurt. Restkarten gibt es noch telefonisch unter (0172)6947017 oder per Mail an Franz.Kissel@kultur-ffm-sossenheim.de
Weitere Artikel aus der Kategorie: