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Letzte Aktualisierung: 25.02.2020

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Weiteres Wildstaudenbeet für Insekten soll am Krifteler Bahnhof entstehen

Lotto-Gewinn macht es möglich

von Adolf Albus

(14.02.2020) „Die Gemeinde Kriftel hat sich – insbesondere durch den Rückgang der Artenvielfalt und das massive Insektensterben der letzten Jahre - das Ziel gesetzt, verschiedene Flächen der Gemeinde ökologisch aufzuwerten und dadurch Nahrung und Lebensraum für viele Arten zu schaffen“, betont der Erste Beigeordnete Franz Jirasek.

Im Zuge der „grünen Revolution“ in Kriftel wurden bereits im Frühsommer 2019 unter anderem drei Beete (80 Quadratmeter) rund um den Brunnen „Lebensspender“ am Bahnhof mit 250 heimischen und insektenfreundlichen Stauden bepflanzt.

Demnächst kann es auf einer weiteren, artenarmen Rasenfläche vor dem Bahnhofgebäude von immerhin 260 Quadratmetern weiter gehen. Auch hier werden bald heimische Wildstauden, Gräser und Sträucher gesetzt. Möglich macht das ein Lotto-Gewinn von 5.000 Euro.

Gewonnen hat diese Summe der Verein „Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst“. Dieser hatte das Projekt „Wildstaudenbeet für Insekten vor dem Bahnhof in Kriftel“ im Juli 2019 bei der Umweltlotterie Genau für den Zusatzgewinn angemeldet und am 10. Januar gewonnen. Das Beet wird nun voraussichtlich im April (je nach Witterung) vom Verein angelegt. „In der Folge wird sich die Gemeinde um die weitere Pflege kümmern“, so Jirasek, der sich über den Einsatz des Vereins freut.

Streuobst-Verein hat Projekt bei Hessen Lotto angemeldet

Seit 2016 gibt es die Umweltlotterie Genau von Lotto Hessen. Von dieser profitieren nicht nur einzelne Gewinner, sondern auch ganze Landkreise und viele kleine und große Umweltprojekte. Mit den Erlösen werden Naturschutz- und Umweltprojekte bei uns in Hessen unterstützt.

„Mit dem Geld kann die Grasnarbe abgetragen, ein geeignetes Substrat aufgebracht und heimische Stauden und Gräser gepflanzt werden“, freut sich die Projektverantwortliche des Vereins Main-Taunus Naturlandschaft und Streuobst, Barbara Helling. „Um die Biodiversität weiter zu erhöhen, werden zudem Natursteine und Holz zur Gestaltung eingesetzt, die Insekten und anderen Tieren als Unterschlupf dienen.“ Die Pflanzen sollen von den EVIM Behindertenwerkstätten in Hattersheim bezogen werden.

„Schön wäre es, wenn durch die exponierte Lage und die vielen vorbeilaufenden Menschen möglichst viele Wildstauden auch im privaten Bereich pflanzen und ihnen gegenüber Geranien den Vorzug geben“, so der Erste Beigeordnete.