Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 28.10.2020

Werbung
Werbung

Weiterer Baustein zur Förderung des Radverkehrs

von Ilse Romahn

(02.03.2020) Neben der Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr durch Einrichtung von Radfahrstreifen, Rotmarkierung, Einrichtung von Protected Bikelanes und der Verbreiterung von Radwegen will die Stadt Frankfurt am Main nun auch die Bevölkerung zum vermehrten Umstieg auf das umweltfreundliche Fahrrad animieren.

Um auch längere Strecken oder Strecken mit Steigungen leicht bewältigen zu können, aber auch zum Transport von Kindern oder Einkäufen, können E-Lastenräder oder E-Bikes eine umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellen.

In Frankfurt haben Bürger von März bis August 2020 die Möglichkeit, sich im Rahmen der Aktion „Radfahren neu entdecken“ über einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen gratis von den Vorteilen einer Pedelec-, Lastenrad- oder E-Bike-Nutzung zu überzeugen. Unterstützt wird die Stadt Frankfurt dabei durch das Land Hessen und die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH). Hessenweit stehen knapp 200 Fahrräder für die Aktion zur Verfügung. „Unsere Teilnahme an ‚Radfahren neu entdecken‘ setzt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Stärkung des Radverkehrs“, betont Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. „Elektrisch unterstützte Fahrräder sind aus einer zukunftsfähigen Mobilität nicht wegzudenken – sie sind moderne Alltagsgefährte und für jeden Einsatzzweck und für jede Altersgruppe gleichermaßen geeignet. Davon können sich unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt persönlich überzeugen.“

Am 29. Februar übergaben der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und Verkehrsdezernent Oesterling die ersten 48 E-Lastenräder und E-Bikes am für den Autoverkehr gesperrten nördlichen Mainufer an die Frankfurter Bürger.

Die E-Lastenräder und E-Bikes werden jeweils für zwei Wochen an die interessierten Nutzer ausgeliehen. Die Übergabe der E-Lastenräder und E-Bikes erfolgt an wechselnden Standorten im Frankfurter Stadtgebiet. Zum Beispiel auch an der Bockenheimer Warte, dem Friedberger Platz, dem Buchrainplatz oder dem Höchster Schlossplatz. Die interessierten Frankfurter erfahren nach Registrierung auf der Website, wann und wo sie „ihr“ E-Lastenrad oder E-Bike für den kostenlosen zweiwöchigen Test abholen können.

Mit dem Pedelec bequem die Einkäufe erledigen oder auf dem E-Bike ganz locker ins Wochenende durchstarten – und das ohne zusätzliche Kosten. Für die Aktion „Radfahren neu entdecken“ können sich Interessierte auch weiterhin ganz einfach online auf http://www.radfahren-neuentdecken.de/registrierung bewerben. Während des bis zu zweiwöchigen Ausleihzeitraums können die Tester ausgiebig und je nach Lebenssituation sowie individuellem Mobilitätsbedürfnis das Radfahren mit elektrischer Unterstützung neu entdecken.

Die Teilnahmebedingungen und alle Informationen zur Aktion „Radfahren neu entdecken“ gibt es auf http://www.radfahren-neu-entdecken.de im Internet.

Die Stadt Frankfurt plant, im Anschluss an dieses Projekt ein Förderprogramm aufsetzen, bei dem Frankfurter Bürger, aber auch Vereine und Gewerbetreibende, mit Hauptsitz in Frankfurt bei Anschaffung eines E-Lastenrades finanziell unterstützt werden. „Das Verkehrsdezernat beabsichtigt dafür zunächst für das Jahr 2020 200.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, erläutert Oesterling. „Die Förderung soll pro E-Lastenrad maximal 1000 Euro betragen.“ Das Förderprojekt ist gerade in Planung und wird mit Unterstützung der IVM voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten. Die Stadt Frankfurt übernimmt somit Verantwortung zu einer weiteren Veränderung der Verkehrsmittelwahl hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Die Bürger, die nach dem Test eines E-Lastenrads die Vorteile des umweltfreundlichen Gefährts für sich entdeckt haben, aber auch alle anderen interessierten Frankfurter, erfahren eine deutliche finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung durch die Stadt Frankfurt.

„Die finanzielle Förderung bei der Anschaffung von E-Lastenrädern stellt somit einen weiteren Baustein der Frankfurter Radverkehrsförderung auf dem Weg zur Fahrradstadt dar“, sagt der Verkehrsdezernent. (ffm)