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Letzte Aktualisierung: 25.10.2021

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Weihnachtsklänge und Goldene 20er

Drei tolle Winter-Shows in der Alten Oper

von Michael Hoerskens

(11.10.2021) In der Alten Oper Frankfurt kehrt sukzessive das kulturelle Leben zurück. Die Mannheimer Agentur „BB Promotion“ veranstaltet in dem traditionsrechen Konzerthaus im Dezember und Januar drei Shows, die tolle Unterhaltung und großes Vergnügen versprechen.

Man sah Dr. Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, und Ralf Kokemüller, Vorsitzender Geschäftsführer der BB Promotion die Erleichterung und die Vorfreude an, als sie im Clara Schumann Foyer der Alten Oper das Programm der diesjährigen Wintergastspiele vorstellten. „Wir freuen uns ganz besonders, dass wir die Tradition der Weihnachtsmusicals nach einem Jahr coronabedingter Pause fortsetzen können und sehen den Veranstaltungen gespannt entgegen,“ betonte Markus Fein. Und Ralf Kokemüller ergänzte: „Das kulturelle Leben kehrt weiter Schritt für Schritt auf die Bühne zurück, auch wenn der Corona-Virus noch einige Zeit unseren Alltag beeinflussen wird. Umso wichtiger sind unvergessliche Live-Momente, besonders in der feierlichen Zeit rund um Weihnachten.“ Die Menschen wollen endlich wieder Kultur erleben waren sich beide einig. Kokemüller unterstrich noch, dass die letzten anderthalb Jahre gerade für die KünstlerInnen eine schwere Zeit gewesen sei. Jetzt könnten sie wieder festere Schritte machen.

Die Veranstaltungsreihe startet mit dem Rhythmusspektakel „Stomp“ vom 15. bis 19. Dezember. Das Gastspiel in der Alten Oper wird seit Beginn der Pandemie der erste Auftritt der schrägen Klangperformer außerhalb der USA sein. Dabei präsentieren sie in Frankfurt mit „Suitcases“ (inspiriert von typischen Situationen, wie sie unterwegs an Flughäfen oder Bahnhöfen passieren) und „Poltergeist“ gleich zwei neue Nummern.

Fast nahtlos geht das Programm weiter: Vom 21. bis 31. Dezember folgt der eigens und exklusiv für das Weihnachtsgastspiel kreierte und produzierte festliche Musical-Gala „Winterzauber“. Hier erwartet das Publikum ein glamouröser Abend mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Musical-Hits, Weihnachts-Evergreens und Filmmusik – passend zur besinnlichsten Jahreszeit und im stimmungsvollen Ambiente der Alten Oper Frankfurt. Zu hören sind etwa Melodien aus „König der Löwen“, „Elisabeth“ oder „Cats“. Dazu gibt’s romantische Melodien aus Filmen wie „Notting Hill sowie Weihnachtshits und besinnlichen Evergreens.

Als Highlight konnte man mit dem Musicaldarsteller Mark Seibert als einen von insgesamt vier GesangssolistInnen gewinnen. Er glänzte mit seiner facettenreichen Stimme bereits als Tod in „Elisabeth“ oder verkörperte den Graf von Krolock in „Tanz der Vampire“. Der gebürtige Frankfurter ließ es sich nicht nehmen, bereits zur Vorstellung des Programms in seine Heimatstadt zu kommen, um sich und die von ihm mitkonzipierte Musical-Gala vorzustellen. „Obwohl ich regelmäßig auf Bühnen von Shanghai über St. Petersburg, Wien und in ganz Deutschland stehen darf, ist es immer wieder eine große Freude, in meiner Frankfurter Heimat aufzutreten. Allein schon deshalb, weil meine ganze Familie dann im Publikum sitzt. Das sind immer ganz besondere Abende für mich.“

Einen Vorgeschmack auf die Musical-Gala präsentierte er bei der Vorstellung des Programms in der Alten Oper gemeinsam mit seiner Galapartnerin Jana Stelley, die schon in der Rocky Horror Show mitwirkte, mit dem leidenschaftliche Duett „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Auch weihnachtliche Klänge wie „Winter Wonderland“ und „Sleigh Ride“ bereiteten Vorfreunde auf die schönste Zeit des Jahres.

Zu Beginn des neuen Jahres geht es bunt, schrill und turbulent zu:  Vom 4. bis 8. Januar gastiert die preisgekrönte 1920er Jahre Revue „Berlin Berlin“ erstmals in der Alten Oper Frankfurt und entführt das Publikum in den brodelnden Kosmos dieser Epoche der „Goldenen 20er Jahre“. Mit pikanten Anekdoten aus der Hauptstadt des Lasters erlebt die Musik und die großen Stars der Berliner Blütezeit von 1927 bis 1933 wie Marlene Dietrich, die Comedian Harmonists oder Josephine Baker eine brillante Renaissance.

Es war die Zeit, als die Damen in glitzernde Paillettenkleider schlüpften und ihre Bubiköpfe mit feschen Stirnbändern schmückte. Die Herren wandelten mit Schiebermütze und Knickerbockern durch das Dickicht der Nacht. „Berlin Berlin“ erzählt von der Phase, in der die Stadt zum internationalen Schmelztiegel wurde. Es war eine Welt, in der alles möglich war und in der es keine Grenzen zu geben schien. Man traf sich im Admiralspalast, dem angesagtesten Berliner Revuetheater damals. Die Zuschauer in der Alten Oper Frankfurt begegnen in der Show dem Dramatiker Bertolt Brecht und dem Komponisten Kurt Weill mit ihrer legendären „Dreigroschenoper“. Aber auch die Femme fatale und Tänzerin Anita Berber, die für ihren ausschweifenden Lebensstil bekannt war. Alles war ein Ritt auf Messers Schneide, ein Tanz auf dem Vulkan. Und dann es ging steil bergab, die Weltwirtschaftskrise und danach die Machtübernahme der Nationalsozialisten setzten dem Treiben ein Ende.

Das Ensemble der Show präsentiert deutsche und englische Melodien, Kompositionen von Irving Berlin und Friedrich Hollaender sind zu hören, Lieder wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ oder „Mackie Messer“ Songs wie „Bei mir bist Du schön“ oder „Puttin‘ in the Ritz“ gehören heute noch zu den Evergreens. Das Publikum erlebt bei Tänzen wie Charleston, Lindy Hop oder Swing einen Hauch von dem ausschweifenden Lebensgefühl der 1920er Jahre. Das Spektakel „Berlin Berlin“ erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den renommierten LEA Entertainment Award in der Kategorie „Preis der Jury“.

Info: Der Kartenvorverkauf hat begonnen. (Frankfurt Ticket: 069 -13 40 400, Nationale Ticket-Hotline: 01806 - 10 10 11 (0,20 €/Anruf aus dem Festnetz), Online unter www.frankfurt-ticket.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen)