Archiv-Nachrichten

Was zeichnet hochwertiges Hundefutter aus?

Hundebesitzerinnen und -besitzer stehen oft vor dem Regal im Tierfachhandel oder Supermarkt und fragen sich, welche der vielen angepriesenen Futtersorten denn nun die Beste für ihren treuen Gefährten ist. Aber was macht gutes Hundefutter eigentlich aus?
2024-04-18_Was_zeichnet_ho_1_(c)Pixabay__M_Burke.jpg
Symbolfoto
Foto: Pixabay / M Burke

Dieser Artikel beleuchtet die wesentlichen Kriterien, anhand derer man ein qualitativ hochwertiges Hundefutter erkennen kann.

Inhaltsstoffe unter der Lupe: Was gehört in den Napf?
Die Basis eines jeden guten Hundefutters bilden hochwertige Inhaltsstoffe. Hierbei sollte an erster Stelle tierisches Protein stehen – etwa aus Fleisch, wie beim Hundefutter von Reico. Dies ist essenziell, da Hunde von Natur aus Fleischfresser sind und viele lebenswichtige Aminosäuren über das Protein aufnehmen. Allerdings ist nicht nur die Quelle des Proteins, sondern auch dessen Qualität und Verdaulichkeit von Bedeutung. Pflanzliche Proteine sollten, wenn überhaupt, nur ergänzend verwendet werden, da Hunde diese schwerer verwerten können.

Neben Proteinen sind auch Fette und Kohlenhydrate wichtige Bestandteile einer ausgewogenen Hundeernährung. Fette liefern Energie und tragen zur Aufnahme fettlöslicher Vitamine bei. Auch hier gilt: Qualität vor Quantität. Gutes Futter enthält oft Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, wie beispielsweise Lachsöl oder Leinöl. Kohlenhydrate sind in Maßen wichtig, jedoch sollten Zucker und Getreide – besonders bei Getreideunverträglichkeiten – vermieden oder nur in geringen Mengen zugesetzt werden.

Vitamine und Mineralstoffe runden das Ernährungsprofil ab. Sie sind entscheidend für das Immunsystem, den Stoffwechsel und die allgemeine Körperfunktion des Tieres. Hier ist darauf zu achten, dass diese in einer für den Hund optimierten Form und Menge vorhanden sind.

Transparenz beim Futterkauf
Bei der Wahl des richtigen Futters spielt die Deklaration auf der Verpackung eine wichtige Rolle. Eine klare und ehrliche Kennzeichnung der Inhaltsstoffe gibt Aufschluss darüber, was das Futter tatsächlich enthält. Verbraucher sollten daher auf eine genaue Angabe und die Reihenfolge der Zutaten achten. Stellt man fest, dass beispielsweise Fleisch an erster Stelle steht und nicht undefinierte "tierische Nebenerzeugnisse" oder gar Getreide, so ist dies schon ein gutes Zeichen.

Zusatzstoffe: Notwendiges Übel oder vermeidbar?
Um die Haltbarkeit zu erhöhen, werden dem Futter oft Konservierungsmittel zugesetzt. Ebenso finden sich häufig Farb- und Geschmacksstoffe, um das Futter für die Hunde attraktiver zu machen. Viele dieser Zusatzstoffe sind umstritten und können bei empfindlichen Tieren zu Unverträglichkeiten oder Allergien führen. Deshalb empfiehlt es sich, auf möglichst natürliche Produkte ohne künstliche Zusätze zurückzugreifen. In hochwertigem Hundefutter sind sie oft nur in geringen Mengen oder gar nicht enthalten.

Individualität des Hundes berücksichtigen
Ein weiterer Aspekt, der für die Wahl des passenden Hundefutters entscheidend sein kann, ist die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des Hundes. Faktoren wie Alter, Größe, Gewicht, Aktivitätsniveau und etwaige Allergien oder Unverträglichkeiten spielen dabei eine Rolle.

Welpenfutter hat einen höheren Kalorien- und Nährstoffgehalt, um das Wachstum junger Hunde zu unterstützen, die viel herumtollen und sich schon bei Waldspaziergängen aus Übermut völlig übernehmen. Ältere Hunde mit einem langsameren Stoffwechsel benötigen unter Umständen ein leichter verdauliches Futter mit weniger Kalorien.

Das richtige Maß finden: Menge und Qualität des Futters
Nicht zuletzt ist es wichtig, auf die Menge des Futters zu achten. Selbst das beste Hundefutter kann bei übermäßiger Fütterung zu Übergewicht führen. Die empfohlene Tagesration findet man in der Regel auf der Verpackung und sie sollte als Richtwert dienen. Dieser kann je nach den individuellen Bedürfnisse des Tieres angepasst werden. Gutes Hundefutter sollte nicht nur schmackhaft und gesund sein, sondern auch in der richtigen Menge verfüttert werden, um das optimale Gewicht des Hundes zu erhalten oder zu erreichen.

Qualität hat ihren Preis: Eine Investition in die Gesundheit
Gutes Hundefutter hat seinen Preis. Hochwertige Zutaten und eine schonende Verarbeitung sind in der Regel kostenintensiver als die Herstellung von Massenware. Doch die Investition in besseres Futter wird sich langfristig auszahlen, da eine gesunde Ernährung zur Prävention von Krankheiten beiträgt und so unter Umständen Kosten für Tierarztbesuche und Medikamente einspart.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass nicht immer der höchste Preis auch die beste Qualität garantiert. Wichtig ist, sich über die Inhaltsstoffe und Herstellungsprozesse zu informieren und darauf zu achten, dass Preis und Leistung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.