Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

Werbung
Werbung

Was wird aus dem Bau der Städtischen Bühnen?

Debatte über die Zukunft des Gebäudes am 23. November in der Ev. Akademie

von Ilse Romahn

(20.11.2020) Der Abriss der Theaterdoppelanlage der Städtischen Bühnen Frankfurt von ABB Architekten aus dem Jahr 1963 mit seiner einzigartigen Gestaltung des Wolkenfoyers durch die beiden jüdischen Künstler Marc Chagall und Zoltán Kemény schien seit dem Stadtratsbeschluss von Januar 2020 entschieden.

Doch für ein Neubauprojekt gibt es bislang keine Verständigung auf einen Standort, nicht einmal ein verfügbares Grundstück. Über die Zukunft des Komplexes wird am Montag, 23. November, 18 Uhr, in der Evangelischen Akademie (Am Römerber) unter dem Titel „Kulturikone weiterbauen?“ debattiert. Das Publikum kann die Diskussion via Zoom mitverfolgen.

Unzähligen Veranstaltungen und Medienberichten zum Trotz ist die zehnjährige Debatte von blinden Flecken geprägt: Wie soll das Stadttheater der Zukunft aussehen? Wie kann das Theater Menschen erreichen, die es bislang nicht besuchen? Was ist der kulturelle Wert der bestehenden Anlage? Wäre ein Teilerhalt des bestehenden Gebäudekomplexes denkbar, der Bewahrung und Innovation miteinander verbindet und der damit im Zeichen einer nachhaltigen Umweltpolitik steht?

Aus dem Kontext der Initiative Zukunft Städtische Bühnen Frankfurt heraus veranstalten mehrere Institutionen eine Reihe von öffentlichen Diskussions-Veranstaltungen zu diesen offenen Fragen. Die Goethe-Universität Frankfurt und die Frankfurt University of Applied Sciences in Kooperation mit Arch+ Verein zur Förderung des Architektur- und Stadtdiskurses und das Evangelische Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach haben eine Diskussionsreihe initiiert, zu deren Auftakt am 23. November in die Evangelische Akademie eingeladen wird.

Im Anschluss an einen Vortrag des Architekten Professor Claus Anderhalten, Spezialist für Bauen im Bestand, debattieren Jan Schneider, Baudezernent der Stadt Frankfurt und Befürworter einer Neubaulösung am Osthafen, die Architektin Astrid Wuttke vom Büro schneider + schumacher, eine der Autorinnen des Validierungsgutachtens, und Professorin Maren Harnack, Mitbegründerin der Initiative Zukunft Städtische Bühnen Frankfurt, über die bauliche Zukunft der Städtischen Bühnen.

Teilnahme via Zoom: https://uni-kassel.zoom.us/j/94481428696, Meeting-ID: 944 8142 8696