Was passiert beim postoperativen Delir?
Privatdozent Dr.med. Jan Mersmann, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, berichtet über Methoden, um dem gefürchteten Verwirrtheitszustand nach der Narkose, dem sogenannten Delir, vorzubeugen oder ihn zu behandeln.
Als postoperatives Delir oder akutes Delirium (aus dem Lateinischen mit „aus der Spur geraten“ zu übersetzen) bezeichnet man eine vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns nach großen Operationen oder schweren Erkrankungen. Als Risikofaktor gilt ein hohes Lebensalter, aber auch jüngere Menschen können betroffen sein. Bereits bei der Narkoseplanung kann auf die speziellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten eingegangen werden, die ein erhöhtes Risiko haben, durch die Narkose ein Delir zu erleiden. Tritt dieses dennoch auf, ist es nicht immer leicht zu erkennen und kann übersehen werden, so sind die Betroffenen oftmals lediglich zurückgezogener, wirken abwesend oder sprechen weniger. Besonders geschulte Expertinnen und Experten suchen im Idealfall nach einer Narkose gezielt nach solchen Anzeichen für ein Delir, um sofort mit entsprechenden therapeutischen Maßnahmen gegenzusteuern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Zustand nicht mehr bessert.
Interessierte werden gebeten, sich bis zum 14. Februar per E-Mail unter: presse@hochtaunus-kliniken.de anzumelden. Dabei bitte den Namen, Anschrift und die Rufnummer nennen. Eine telefonische Anmeldung ist am Montag, 12. Februar, von 12 bis 16 Uhr unter (06172)141345 möglich.
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