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Letzte Aktualisierung: 16.08.2022

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Warzen an den Füßen erkennen und behandeln

von Bernd Bauschmann

(23.07.2022) Hautveränderungen treten oft an den Fußsohlen auf. Meist handelt es sich dabei um harmlose Hornhaut oder Blasen, die schnell abheilen. Manchmal gibt es jedoch Hautveränderungen, die nicht mit einer einfachen Fußcreme wegzukriegen sind.

Foto: Pixabay / Pexels
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Viele Menschen leiden unter Warzen auf der Fußsohle. Die können beim Auftreten schmerzen. Dieser Artikel erklärt, wie man Warzen erkennt, welche Formen es gibt und wie man sie gezielt behandelt.

Diese Warzenformen gibt es
Um Warzen richtig zu behandeln, muss man sie erstmal erkennen. Das ist gar nicht so einfach, da manche Warzen mit Hühneraugen oder Hornhaut verwechselt werden. Gewöhnliche Warzen, die Verruca vulgaris, sind rund und haben eine sehr raue und rissige Oberfläche. Wenn also trotz einer Creme gegen Hornhaut kleine raue Punkte am Fuß bestehen bleiben, handelt es sich um Warzen. Auch Dornwarzen treten häufig auf und werden aufgrund ihres Aussehens häufig mit Hühneraugen verwechselt, denn auch die Dornwarze hat einen weißen Ring. Allerdings ist dieser Kreis bei Dornwarzen sehr fest und umschließt den tiefsitzenden Kern der Warze. Flachwarzen sind ebenfalls rund, haben jedoch eine weiche Oberfläche. Die Dellwarzen erkennt man an einer kleinen Delle in der Mitte. Darüber hinaus gibt es noch weitere Warzenformen, die erblich oder altersbedingt auftreten. Dazu gehören etwa Stielwarzen und Alterswarzen, die aber nur selten an der Fußsohle zu finden sind.

So entstehen Warzen
Warzen entstehen aus verschiedenen Gründen. Übertragbare Warzenformen kann man durch eine Schmierinfektion bekommen. Das bedeutet, die eigenen Fußsohlen berühren Oberflächen, auf denen sich Warzenerreger befinden. Das geschieht häufig in Umkleidekabinen und Schwimmbädern. Feuchtigkeit und Hitze begünstigen die Warzenbildung an den Füßen. Aber auch durch eine minimale Verletzung der Haut können sich Warzen bilden. Durch die verletzte Stelle können sich Viren in der oberen Hautschicht einnisten. In der Folge entsteht eine Warze. Das kann selbst bei kleinen Wunden der Fall sein, die man selbst nicht einmal bemerkt. Wer eine Warze am Fuß entdeckt, sollte herausfinden, wo die Infektion stattgefunden hat. Auf diese Weise lässt sich eine solche Situation in Zukunft vermeiden und die Warzenform leichter bestimmen. Je länger die Warzen wachsen, desto größer können sie werden. Bestimmte Warzenformen breiten sich aus, indem mehrere Warzen nebeneinander entstehen. Dadurch wächst auch der Leidensdruck. Betroffene verspüren häufig Schmerzen beim Gehen oder Juckreiz.

Warzen richtig behandeln
Ist die Warzenbildung noch im Anfangsstadium, kann man die Warzen selbst zuhause behandeln. Dafür gibt es verschiedene Tinkturen, Gele und Pflaster, die man direkt auf das veränderte Hautbild aufträgt. Die unterschiedlichen Hilfsmittel enthalten Salizylsäure. Dieser Wirkstoff löst die Warze langsam von der umliegenden gesunden Haut. Die Warzen finden keinen Halt mehr und fallen ab. Die Salizylsäure sollte mindestens drei Monate lang jeden Tag aufgetragen werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Warzen in der Dermatologie untersuchen lassen. Zum einen können Ärzte klar bestimmen, um welche Hauterkrankung es sich tatsächlich handelt. Zum anderen stehen in den Praxen andere Behandlungsmethoden zur Verfügung. Meist vereisen Hautärzte die Warzen mithilfe von Flüssigstickstoff. Hierfür genügt ein einziger Arztbesuch. Hartnäckigere Warzen können Dermatologen mit elektrischer Ladung verbrennen oder mit dem Laser wegoperieren.

Entstehung von Warzen vorbeugen
Wer lästige Warzen an den Füßen entdeckt, wünscht sich, dass sie nie entstanden wären. Tatsächlich gibt es einige Vorkehrungsmaßnahmen, durch die die Warzenbildung verhindert werden kann. Beispielsweise sollte man darauf achten, nie barfuß über potenziell infektiöse Böden zu laufen. Im Schwimmbad, im Fitnessstudio und selbst in Hotels sollte man also stets Badelatschen tragen. Nach dem Duschen beugt gründliches Abtrocknen der Zehenzwischenräume die Entstehung von Warzen vor. Außerdem sollten die Socken täglich gewechselt werden. Auf diese Weise bleiben die Füße so sauber, dass Warzen keine Wachstumsgrundlage haben. Auch bei bestehenden Warzen ist auf die Hygiene zu achten. Dazu gehört gründliches Händewaschen, nachdem man die Warze berührt hat. Andernfalls vermehren sich die Warzen und können auch an anderen Körperstellen auftreten. Eine desinfizierende Seife kann die Übertragung ebenso verhindern. Auf keinen Fall sollte man das Handtuch für die Füße mit anderen Personen teilen, da die meisten Warzenformen ansteckend sind.

Fazit
Fast jeder hat mindestens einmal im Leben Warzen an den Fußsohlen. Diese sehen nicht immer gleich aus, da es viele verschiedene Warzenformen gibt. Behandelt werden Warzen entweder zuhause mit Salizylsäure oder beim Hautarzt mittels Flüssigstickstoff. Hygiene im Bad und das Tragen von Badeschuhen an öffentlichen Orten beugen das Entstehen von Warzen vor.