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Letzte Aktualisierung: 01.03.2024

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Wandern für Anfänger – 5 unverzichtbare Tipps

von Bernd Bauschmann

(09.03.2023) Laut Daten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) wandern bereits 30 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal monatlich. Unser Ratgeber liefert wertvolle Tipps für alle Anfänger, die schon bald ebenfalls Wandertouren in der freien Natur unternehmen möchten.

Symbolfoto
Foto: Pixabay / Hermann Traub
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Grundausrüstung zum Wandern

Für eine erfolgreiche und sichere Wanderung in den Bergen benötigt man die richtige Ausrüstung. Unverzichtbar sind geeignete Trekkingschuhe mit einem guten Profil, um auf den oft unebenen und steilen Pfaden Halt zu finden. Eine Wanderkarte darf ebenfalls nicht fehlen, um sich zu orientieren und den Weg zu planen. Im Sommer sollten Wanderer außerdem eine Sonnenbrille, eine Mütze, Sonnencreme, eine Regenjacke, ein Erste-Hilfe-Set und ausreichend Trinkwasser mitführen. Denn gerade in den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern und ein Gewitter oder ein plötzlicher Temperaturabfall können schnell für unangenehme Überraschungen sorgen.

Auch wenn es heiß ist, sollte man im Hochgebirge immer einen Fleece-Pullover dabeihaben. Denn in der Höhe kann es auch im Sommer empfindlich kalt werden. Eine leichte Funktionsbekleidung ist ebenfalls empfehlenswert, da sie atmungsaktiv ist und den Körper bei schweißtreibenden Aufstiegen trocken hält. Glücklicherweise ist gute Funktionskleidung heutzutage erschwinglich und es gibt eine große Auswahl, die für jeden Geschmack und jedes Budget geeignet ist.

Insgesamt gilt: Eine sorgfältige Planung und die richtige Ausrüstung sind essenziell für eine erfolgreiche und sichere Wanderung in den Bergen. Mit einer guten Vorbereitung und der richtigen Kleidung und Ausstattung steht einem unvergesslichen Erlebnis in der Natur nichts mehr im Wege.

Wanderstöcke für ältere Menschen

Einige Wanderer schwören auf das Wandern ohne Stöcke und kommen seit Jahren hervorragend ohne sie zurecht. Dennoch ändern viele dieser Puristen irgendwann ihre Meinung, da die Hilfsmittel auf langen und schwierigen Strecken die Knie wohltuend entlasten können. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das Arbeiten mit Wanderstöcken auch die Arme trainiert werden. Ältere Menschen und Anfänger kommen deshalb oft, besonders in bergigen Gelände, mit Wanderstöcken besser zurecht.

Die passende Wanderroute

Beim Wandern ist es wichtig, die passende Route zu wählen. Während ein einfacher Spaziergang hinter dem Haus nicht viel Planung erfordert, sollte man bei längeren Wanderungen in der Natur einige Kriterien berücksichtigen. Hier sind einige Tipps, die bei der Auswahl der richtigen Wanderung helfen können:

  • Das persönliche Fitnesslevel aller Mitwandernden ist entscheidend, um eine Route auszuwählen, die für alle machbar ist und niemanden überfordert.
  • Bei der Wahl der Route muss das besonders in den Winter- und Herbstmonaten das verfügbare Tageslicht beachtet werden. Um vor dem Einbruch der Dunkelheit zurückzukehren, sollte bei der Routenplanung ein Puffer eingeplant werden.

Anfänger sollten mit kürzeren Strecken auf ausgeschilderten Wanderwegen beginnen. Zudem sollte man berücksichtigten, dass das Wandern mit Kindern und untrainierten Mitwanderer oft längere Pausen erfordert, die die Angaben auf Schildern und Info-Tafeln meist nicht berücksichtigen. Eine sorgfältige Planung und eine vernünftige Auswahl der Wanderung sind deshalb unerlässlich, um unvergessliche Erlebnisse in der Natur zu erleben.

Eine Realistische Selbsteinschätzung

Es ist wichtig, den Schwierigkeitsgrad und die Länge Ihrer Wanderungen entsprechend des Fitness-Levels und der  Outdoor-Erfahrung zu steigern. Generell gilt die Faustregel, dass Anfänger pro Stunde maximal 4 Kilometer auf relativ ebenem Untergrund zurücklegen können.

Bei bergigen Wanderungen mit steilem An- und Abstieg sollte man deshalb vorsichtshalber mit maximal 2 Kilometern pro Stunde rechnen. Im Anstieg werden 300 Höhenmeter pro Stunde veranschlagt und 500m im Abstieg.

Wenn man beispielsweise nach einem gemütlichen Frühstück und einer Stunde Anfahrt um 11 Uhr am Startpunkt ankommen, benötigen man für eine 12 Kilometer lange Route auf gemischtem Gelände mindestens vier Stunden Gehzeit. Dazu kommen ohne Weiteres zwei Stunden Pause, um die Karte zu überprüfen, Fotos zu machen, Brote zu essen, und so weiter. Man sollte also nicht damit planen, vor 18 Uhr wieder zuhause zu sein.

Wanderurlaub in den Alpen und Co.

Die aktuelle Wanderstudie der Bergzeit GmbH zeigt, dass das Interesse an Wanderurlauben groß ist. Laut dem Magazin urlaubsreisen-mega.de sind vor allem die Alpen ein beliebtes Ziel für ausgedehnte Wanderreisen. Vor allem Anfänger sollten sich bei der Planung jedoch nicht überschätzen und ein Wandergebiet auswählen, das ausreichend interessente Routen für ihr Erfahrungs- und Fitnesslevel bietet. Außerdem ist es laut Experten empfehlenswert, bei längeren Wanderreisen auch mal einen Pausentag einzulegen, damit der Körper sich von der Dauerbelastung entspannen kann.

Das Wetter am Wanderort

Es ist immer wichtig, sich über die Wetterlage zu informieren und gegebenenfalls die Pläne anzupassen. Beim Wandern im Regen kann man eine wunderschöne Erfahrung machen, aber es ist äußerst wichtig, bei Gewittern zu vermeiden, auf Wanderungen zu gehen, insbesondere in Höhenlagen. Auch Nebel kann gefährlich sein und die Sicht erschweren, wodurch Wanderer leicht vom Weg abkommen können. Trotzdem gehören all diese Wetterphänomene zur Natur und können eine einzigartige Erfahrung bieten.

An regnerischen Tagen bietet sich eine Wanderung durch den Wald an, wo es geheimnisvoll und still ist und das Blätterdach Schutz bietet. Die Geräusche des Regens, das Rascheln der Blätter und das Zwitschern der Vögel können eine ganz besondere Atmosphäre schaffen, die das Gefühl vermittelt, eins mit der Natur zu sein. Dabei sind geeignete Kleidung und Schuhe wichtig, um sich vor Nässe und Kälte zu schützen. Auch eine wasserfeste Jacke und eine Regenhose können sehr nützlich sein, um den Regen zu trotzen.