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Wandern am Wasser

Wenn die Temperaturen steigen, werden Wanderwege am Wasser zu besonderen Sommerorten. Kühlende Seen, schattige Schluchten, Moorlandschaften und glitzernde Flüsse sorgen unterwegs nicht nur für Erfrischung, sondern machen Wanderungen auch landschaftlich besonders reizvoll.

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Titisee
Foto: Fotocredit: Titisee_Titisee_Westweg © Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Die 15 Top Trails of Germany zeigen, wie vielfältig Deutschlands schönste Fernwanderwege im Sommer sein können – von Badeseen im Schwarzwald bis zu mystischen Quellen im Teutoburger Wald. 

Auf dem Schluchtensteig im Schwarzwald spielt Wasser auf nahezu jeder Etappe eine Hauptrolle. Besonders auf der vierten Etappe von Schluchsee-Fischbach nach St. Blasien. Zwischen tief eingeschnittenen Schluchten und schattigen Waldpassagen erreichen Wandernde den Schluchsee – Deutschlands höchste Talsperre und zugleich einer der beliebtesten Badeseen im Schwarzwald. Dieser lädt zur Erfrischung ein: Baden, allerlei Wassersport oder einer entspannten Schifffahrt bieten sich am Schluchsee perfekt an. Hier finden Wanderer nach anspruchsvollen Etappen die perfekte Erfrischung bevor es weiter in Richtung St. Blasien geht.

Der Weserbergland-Weg verbindet auf mehreren Etappen Naturerlebnis und sommerliche Frische. Die rund 14 Kilometer lange Etappe von Schönhagen nach Silberborn führt durch den Hochsolling vorbei am Freizeitsee Schönhagen, durch das Ahletal bis zur Ahlequelle und weiter zur Lunauquelle. Unterwegs sorgen schattige Wälder, Hochmoorlandschaften und kleine Wasserläufe für angenehme Kühle. Wer mag, verlängert die Tour bis zum Hochmoor Mecklenbruch – einem faszinierenden Naturraum mitten im Solling.

Auch am Nibelungensteig wartet Erfrischung: Auf der Etappe von Grasellenbach nach Bullau führt der Weg durch stille Wälder in Richtung Olfener Moor – eines der letzten ursprünglichen Moore im Odenwald. Das eisenhaltige Wasser färbt das Moor teilweise rötlich und verleiht ihm den Namen „Rotes Wasser“. Kurz hinter Mossautal wartet mit dem Marbachstausee eine der schönsten Abkühlungsmöglichkeiten entlang des Steigs. Die 22 Hektar große Wasserfläche lädt nach der Wanderung zum zu einer Pause mit Baden und Entspannen ein. Auf der Etappe von Amorbach nach Miltenberg begrüßt der Main die Wandernden ins im Tal. Zwar ist Baden dort nicht möglich, dafür lässt sich der Fluss hervorragend beim Stand-Up-Paddling erleben. Und auf der anschließenden und finalen Etappe bis Freudenberg empfängt das Seecamping Freudenberg auch Tagesgäste direkt am Wasser für einen erfrischenden Abschluss des Nibelungensteig-Abenteuers.
Im Harz führt der Harzer-Hexen-Stieg durch eine einzigartige Wasserlandschaft. Besonders die Etappe von Buntenbock zum Torfhaus verläuft vorbei an den historischen Oberharzer Teichen – künstlich angelegten Wasserspeichern aus der Zeit des Bergbaus. Viele dieser Teiche bieten im Sommer naturnahe Badeplätze zwischen Wäldern und Hochflächen.

Auf dem Heidschnuckenweg überrascht die fünfte Etappe zwischen Niederhaverbeck und Bispingen mit Wasser mitten in der Heidelandschaft. Vorbei an der Behringer Heide erreichen Wandernde den Brunausee, der mit Badestelle und Tretbooten eine willkommene Sommerpause ermöglicht. Schattige Waldstücke und kleine Heidebäche sorgen zusätzlich für angenehme Temperaturen entlang der rund 17 Kilometer langen Strecke.Der Altmühltal-Panoramaweg verbindet auf seinen letzten Kilometern Natur- und Kulturerlebnis am Wasser. Die Strecke von Essing nach Kelheim führt aus dem Altmühltal hinab zur Donau. Dort wartet ein weitläufiger Kiesstrand mit Blick auf das Kloster Weltenburg und die berühmte Donauschleife. Nach der Wanderung bietet die Donau hier ideale Möglichkeiten zum Abkühlen und Entspannen.Mystisch wirken die Wasserorte entlang der Hermannshöhen im Teutoburger Wald. Die 8. Etappe von Oerlinghausen bis zum Hermannsdenkmal führt zu den Donoper Teichen, einem stillen Naturidyll, eingebettet in die Moor- und Heidelandschaft des Hiddeser Bent. Auf der anschließenden Etappe Richtung Leopoldstal warten die Externsteine, die sich eindrucksvoll im Wasser des Wiembecketeichs spiegeln. Ganz in der Nähe entspringt die Wiembecke-Quelle mitten im Wald. Auf der anschließenden Etappe Richtung Leopoldstal wartet mit dem Donoper Teich ein stilles Naturidyll, eingebettet in die Moor- und Heidelandschaft des Hiddeser Bent.Auch auf dem Kammweg Erzgebirge–Vogtland spielt Wasser im Sommer eine besondere Rolle. Rund um Johanngeorgenstadt führt ein Abzweig vom Kammweg zum Naturbad „Am Schwefelbach“. Nach den Etappen durch die Mittelgebirgslandschaft des Erzgebirges laden dort große Liegewiesen, Wasserrutschen und beste Wasserqualität zur Erholung ein.

Auf dem WesterwaldSteig verbindet die vierte Etappe von Rennerod nach Westerburg sommerliches Wandern mit schattigen Waldpassagen und erfrischenden Wasserorten. Gleich unterwegs lädt der Große Secker Weiher mit Sandstrand, Liegewiese und Gastronomie zu einer Pause am Wasser ein. Anschließend führt der Weg durch die eindrucksvolle Holzbachschlucht, wo sich der Holzbach tief in das vulkanische Basaltgestein eingegraben hat. Zwischen bis zu 30 Meter hohen Basaltwänden sorgen kleine Bachläufe und schattige Wege selbst an heißen Sommertagen für angenehme Abkühlung – an manchen Stellen können Wandernde sogar die Füße im Wasser erfrischen. 

Auch der Eifelsteig zeigt sich im Sommer besonders wasserreich. Die dritte Etappe von Monschau nach Einruhr führt über weite Strecken entlang der Rur und vorbei an der Perlenbachtalsperre durch schattige Waldlandschaften der Eifel. Ziel der Wanderung ist Einruhr am Obersee, wo ein Naturerlebnisbad direkt an der Talsperre für Erfrischung sorgt. Ergänzt wird die Etappe durch ruhige Wasserorte wie die Heilsteinquelle und den Wassergarten in Einruhr – ideale Plätze zum Entspannen nach der Wanderung.

Auch der Goldsteig bietet im Sommer erfrischende Wassermomente. Auf der Etappe N2 von Friedenfels nach Falkenberg führt der Weg vorbei an der Kornreuther Teichpfanne und endet an der markanten Burg Falkenberg. Unterwegs lädt der Badesee Kipp zur wohlverdienten Abkühlung ein – besonders stimmungsvoll in den ruhigen Morgenstunden am Trekkingplatz. Wer hingegen die Etappe N18 vom Lusen nach Mauth wählt, erlebt einen der beeindruckendsten Gipfel des Bayerischen Waldes, bevor am Etappenort Mauth ein idyllischer Badweiher auf müde Wanderbeine wartet.

Auch der Westweg im Schwarzwald verbindet sommerliche Wanderungen mit erfrischenden Wassererlebnissen. Besonders die neunte Etappe von der Kalten Herberge nach Hinterzarten führt durch typische Schwarzwaldlandschaften mit dichten Wäldern, aussichtsreichen Höhenzügen und kühlen Bachläufen. Zielpunkt der Etappe ist der Titisee – einer der bekanntesten Badeseen im Schwarzwald. Nach den Wanderkilometern lädt der klare See zum Baden, Bootfahren oder Entspannen direkt am Ufer ein und bietet damit die perfekte Sommerpause entlang des traditionsreichen Fernwanderwegs. 

Hintergrund: Zu den Top Trails gehören: Altmühltal-Panoramaweg, Eifelsteig, Goldsteig, Harzer-Hexen-Stieg, Hermannshöhen, Rothaarsteig, WesterwaldSteig, Westweg-Schwarzwald, Kammweg Erzgebirge-Vogtland, Schluchtensteig-Schwarzwald, Albsteig, Heidschnuckenweg, Weserbergland-Weg, Rheinsteig und Nibelungensteig. 

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