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Letzte Aktualisierung: 11.06.2021

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Wandbilder von Hans Thoma in der Villa Gerlach: ein Restitutionsfall

Vortrag im Institut für Stadtgeschichte wird online übertragen

von Ilse Romahn

(13.01.2021) Am Montag, 18. Januar, stellt Christoph Andreas mit seinem Vortrag über die Wandbilder von Hans Thoma in der Villa Gerlach ein Restitutionsverfahren vor.

Der Vortrag findet ausschließlich online statt und kann um 18 Uhr unter https://youtu.be/VRhGsAkPa5Q live auf Youtube verfolgt werden.

Anfang der 1870er Jahre erbaute der Frankfurter Kaufmann Alexander Gerlach eine Villa im Gründerzeitstil in der Guiollettstraße 34. Für die Ausgestaltung des Gartensaals beauftragte er den Maler Hans Thoma, der dort 1874 insgesamt sieben Wandbilder schuf. Um 1900 verkaufte Gerlach das Anwesen an den damaligen Direktor der Cassella Farbwerke Albert Ullmann. Die Ullmanns hatten jüdische Wurzeln und flohen 1938 aus Deutschland. Zuvor wurden die Thoma-Bilder von der Wand genommen und an die jüdische Kunsthandlung Heinemann in München verkauft. In einem mehrjährigen Restitutionsverfahren unter Mithilfe der Erben Ullmann konnten drei der Wandbilder entschädigt und für das Historische Museum in Frankfurt erworben werden. Christoph Andreas, Inhaber der Kunsthandlung J.P. Schneider in Frankfurt am Main, schildert die Vorgänge aus der Sicht eines Kunsthändlers.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Kulturgüter, Provenienzen und Restitution: aus Frankfurter Museen, Sammlungen und Haushalten“, die die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet. Eine Voranmeldung zum Livestream ist nicht erforderlich, das Angebot ist kostenlos. Das Video wird anschließend dauerhaft auf dem Youtube-Kanal der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und dem Kanal des Instituts für Stadtgeschichte verfügbar sein.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de im Internet. (ffm)