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Letzte Aktualisierung: 04.03.2024

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Wahlverhalten in der Langzeitbetrachtung

von Ilse Romahn

(01.12.2023) Nach vier Wahlgängen innerhalb von elf Monaten liegt der Schwerpunkt der neuesten Publikation der Frankfurter Kommunalstatistik auf der langfristigen Betrachtung des Wahlverhaltens der Frankfurterinnen und Frankfurter.

„Die Frankfurter Statistischen Berichte 2023 zeigen, dass die statistischen Daten, die rund um die Wahlen erhoben werden oder in der Organisation anfallen, einen Fundus an Informationen liefern“, sagte die für das Bürgeramt, Statistik und Wahlen zuständige Dezernentin Stadträtin Eileen O’Sullivan anlässlich der Vorstellung des aktuellen Heftes.

„Aber nicht nur Wahlen sind ein interessantes Thema, das bedarfsgerechte Bauen und Wohnen in unserer Stadt hat für die Bürgerinnen und Bürger eine hohe Bedeutung“, führte die Stadträtin weiter aus. Deshalb beleuchtet der erste Artikel der neuen Publikation die Entwicklung des Gebäudebestandes in den letzten Jahrzehnten. Es wird deutlich, dass der Frankfurter Wohnungsmarkt alles andere als eindimensional ist. Die zentralen Stadtteile weisen vor allem kleine und mittlere Wohnungen auf, während an den Stadträndern ein Gegenpol zur urbanen Dichte vorherrscht.

In Zeiten der Pandemie hat sich die Wahl per Brief sehr dynamisch entwickelt. Der zweite Beitrag des Heftes beschäftigt sich mit der Entwicklung der Briefwahl mit besonderem Augenmerk auf die vergangenen Jahre. Nach der allzeit höchsten Briefwahlbeteiligung bei der Stadtverordnetenwahl 2021 – 56,6 Prozent gaben ihre Stimmen per Brief ab – ist der Wert wieder rückläufig. Allerdings scheint sich der Trend abzuzeichnen, dass weiterhin mehr als ein Drittel aller Wählerinnen und Wähler auf den Gang ins Wahllokal verzichtet.

Eine erstmalige Langzeitbetrachtung der repräsentativen Wahlstatistik zeigt, dass sich das Wahlverhalten der Frankfurterinnen und Frankfurter durchaus verändert, bestimmte Strukturen aber über lange Zeit erhalten bleiben. So sind die Wählerinnen und Wähler zwischen 18 und 25 Jahren diejenigen, die die geringste Beteiligung an der Stimmabgabe aufweisen, die 45- bis 59-Jährigen dagegen die höchste. Darüber hinaus lässt sich eine Differenzierung der Parteipräferenzen über alle Altersgruppen hinweg feststellen. „Mein Dank gilt den Autoren des Heftes sowie allen, die an seiner Entstehung mitgewirkt haben“, sagt Stadträtin O’Sullivan.

Die Frankfurter Statistischen Berichte 2023 stehen unter frankfurt.de/statistische_berichte als kostenloser PDF-Download zur Verfügung. (ffm)