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Letzte Aktualisierung: 08.02.2023

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Vortrag im Institut für Stadtgeschichte: Emigranten der 1848er Revolution

von Ilse Romahn

(11.01.2023) Am Montag, 16. Januar, spricht Prof. Barbara Dölemeyer im Institut für Stadtgeschichte über die Emigrantinnen und Emigranten der 1848er Revolution. Ihr Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Auf die Barrikaden! Paulskirchenparlament und Revolution 1848/49 in Frankfurt“. Die Vortragsreihe veranstaltet das Institut für Stadtgeschichte zusammen mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte.

Nach dem Scheitern der Revolution 1848/49 wurden die Träger der Revolution, Liberale und Demokraten, von den Behörden der Restaurationszeit politisch verfolgt. Viele von ihnen verließen die Staaten des Deutschen Bundes, um – oft über die Schweiz – nach Übersee zu emigrieren. Unter diesen „Forty-Eighters“ machten etliche als Journalisten, Politiker, Militärs oder Unternehmer Karriere. Zu ihnen gehörten auch einige Frauen, die teils als Gefährtinnen der Männer, teils als selbständige Vertreterinnen ihrer Forderungen, im Ausland – meist den USA – ihre Ideen zu verwirklichen suchten.

Der Vortrag behandelt zum einen die Einflüsse, die die Emigrantinnen und Emigranten in ihrer neuen Heimat auf unterschiedlichen Feldern gesellschaftlichen Lebens ausübten, und zum anderen die Impulse, die von ihnen auf die (politische) Entwicklung in Deutschland ausgingen.
 
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte erhalten freien Eintritt.
 
Die am 12. September 2022 eröffnete Ausstellung „Auf die Barrikaden!“ nimmt insbesondere das Geschehen in der Stadt Frankfurt in den Revolutionsjahren in den Blick. Im Mittelpunkt steht der Septemberaufstand 1848 mit Barrikadenkämpfen und der Ermordung zweier Abgeordneter. Er wird als zentrales Ereignis und Wendepunkt der Revolution in die allgemeinen revolutionären Entwicklungen eingeordnet. Weitere Informationen unter stadtgeschichte-ffm.de.