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Letzte Aktualisierung: 02.12.2022

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Vortrag im Institut für Stadtgeschichte: Frankfurt als Bundeshauptstadt 1815 bis 1866

von Ilse Romahn

(09.11.2022) Am Montag, 14. November, spricht Prof. Jürgen Müller über „Die Bundeshauptstadt. Frankfurt als ein politisches und gesellschaftliches Zentrum Deutschlands in der Zeit des Deutschen Bundes (1815-1866)“. Sein Vortrag im Institut für Stadtgeschichte ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Auf die Barrikaden! Paulskirchenparlament und Revolution 1848/49 in Frankfurt“, das zusammen mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte erarbeitet wurde.

Bei der Gründung des Deutschen Bundes 1815 fiel die Wahl auf Frankfurt als Sitz der deutschen Bundesversammlung, in der alle 38 Mitgliedsstaaten des Bundes durch Gesandte vertreten waren. Zusätzlich unterhielten auch die großen europäischen Staaten ständige Gesandtschaften in Frankfurt. Die freie Reichsstadt wurde damit für ein halbes Jahrhundert – vom Zusammentritt der Bundesversammlung im Jahr 1816 bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1866 – nicht nur zum politischen Zentrum Deutschlands, sondern auch zu einer Metropole der europäischen Diplomatie. Mit Ausnahme der Revolutionsjahre 1848/49 tagte zwischen 1816 und 1866 wöchentlich der Bundestag im Palais Thurn und Taxis.
 
Mehrfach war Frankfurt während dieser Zeit Schauplatz aufsehenerregender politischer und gesellschaftlicher Ereignisse: vom Wachensturm 1833 über die Tagung der Nationalversammlung in der Paulskirche 1848/49 bis hin zum Frankfurter Fürstentag von 1863, bei dem sich fast alle deutschen Monarchen in der Stadt versammelten. Der Vortrag behandelt die politischen und gesellschaftlichen Aspekte der Rolle Frankfurts als „Bundeshauptstadt“.
 
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte erhalten freien Eintritt. Es besteht die Möglichkeit zur Platzreservierung über das Online-Reservierungsportal pretix.eu/isgfrankfurt/ auf der Webseite des Instituts.
 
Die am 12. September eröffnete Ausstellung „Auf die Barrikaden!“ nimmt insbesondere das Geschehen in der Stadt Frankfurt in den Revolutionsjahren in den Blick. Im Mittelpunkt steht der Septemberaufstand 1848 mit Barrikadenkämpfen und der Ermordung zweier Abgeordneter. Er wird als zentrales Ereignis und Wendepunkt der Revolution in die allgemeinen revolutionären Entwicklungen eingeordnet.
 
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Instituts unter stadtgeschichte-ffm.de. (ffm)