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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Vortrag im Institut für Stadtgeschichte: Das Werk der Paulskirche

von Ilse Romahn

(20.09.2022) Am Montag, 26. Septemberr, spricht Prof. Dieter Hein über „Das Werk der Paulskirche: Scheitern und Nachwirken“. Mit seinem Vortrag eröffnet er das Begleitprogramm zur neuen Sonderausstellung im Institut für Stadtgeschichte „Auf die Barrikaden! Paulskirchenparlament und Revolution 1848/49 in Frankfurt“.

Hein schlägt einen Bogen über mehr als 100 Jahre deutsche Geschichte und würdigt in seinem Vortrag die vielfältigen Nachwirkungen der Revolution von 1848. Die Frankfurter Nationalversammlung verabschiedete im März 1849 gegen viele Widerstände eine seinerzeit freiheitliche, demokratische und soziale Verfassung. Nach dem Sieg der Reaktion blieb dieser die Anerkennung verwehrt. Die revolutionäre Erhebung von 1848 war gescheitert. Doch die Beschlüsse der Nationalversammlung und insbesondere die verabschiedeten Grundrechte haben tiefe Spuren in der deutschen Geschichte hinterlassen, bis hin zur Verabschiedung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland 1949.
 
Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte erhalten freien Eintritt. Es besteht die Möglichkeit zur Platzreservierung über das Online-Reservierungsportal auf der Website des Instituts.
 
Die am 12. September eröffnete Ausstellung „Auf die Barrikaden! Paulskirchenparlament und Revolution 1848/49 in Frankfurt“ nimmt insbesondere das Geschehen in der Stadt Frankfurt in den Revolutionsjahren in den Blick. Im Mittelpunkt steht der Septemberaufstand 1848 mit Barrikadenkämpfen und der Ermordung zweier Abgeordneter. Er wird als zentrales Ereignis und Wendepunkt der Revolution in die allgemeinen revolutionären Entwicklungen eingeordnet.
 
Das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung wurde vom Institut für Stadtgeschichte zusammen mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte erarbeitet. Es vertieft Einzelaspekte, stellte einzelne Abgeordnete und Debatten vor und weitet den Blick auf die überregionale und nationale Ebene. Am Montag, 10. Oktober, folgt der Vortrag „Die Sehnsucht nach Freiheit, Kraft und Einfachheit (1849): Zur Emanzipation von Frauen in der Deutschen Turn- und Sportbewegung“ von Prof. Sandra Günter.
 
Weitere Informationen finden sich auf der Website des Instituts unter stadtgeschichte-ffm.de. (ffm)