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Letzte Aktualisierung: 03.07.2020

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Vortrag im Institut für Stadtgeschichte: ‚1968 in Frankfurt‘

von Ilse Romahn

(16.06.2020) Am Montag, 22. Juni, referiert Bernd Messinger zum Thema „1968 in Frankfurt: großartig scheitern und vernichtend siegen“.

Blockade der Societäts-Druckerei 1968 in der Frankenallee
Foto: Stadt Frankfurt / ISG
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Sein Vortrag über die 68er-Bewegung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Bewegte Zeiten: Frankfurt in den 1960er Jahren“. Die Schau zeichnet ein facettenreiches Bild der 1960er Jahre und ist bis zum 8. November im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster zu sehen.

Frankfurt war 1968 neben Berlin ein Zentrum der Bewegung in Westdeutschland. In Frankfurt lehrten die Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer, die mit ihrer Kritischen Theorie den intellektuellen Nährboden für den beabsichtigen Systemwechsel schufen. Auch der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) betrieb sein zentrales Büro in der Mainmetropole, von dem aus er Aktivitäten und Aktionen initiierte.

Als politische Bewegung forderten die 68er einen radikalen gesellschaftlichen Umbruch, Emanzipation und Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Als ebenso kulturelle Bewegung wirkten sie in Theater, Bildende Kunst, Musik oder Literatur hinein. Der hessische Politiker Bernd Messinger hat 1968 in Frankfurt als Schüler der Ziehenschule erlebt, studierte anschließend an der Goethe-Universität Germanistik, Soziologie und Pädagogik und war von 1985 bis 1987 Mitglied des Hessischen Landtags für die Grünen. Sein Vortrag erinnert an Besetzungen und Proteste, an große Irrtümer und ideologische Verirrungen wie auch an gesellschaftlichen und kulturellen Aufbruch.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Refektorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Die Teilnehmerzahl für Vorträge ist aufgrund der Corona-Pandemie begrenzt. Eine Reservierung ist möglich, aber nicht verpflichtend. Hinweise finden sich auf der Homepage http://www.stadtgeschichte-ffm.de unter der jeweiligen Veranstaltung.

Während der Corona-Pandemie kann es zu Terminänderungen oder Absagen kommen, deshalb wird gebeten, die jeweils aktuellen Hinweise auf der Homepage zu beachten.

Weitere Informationen unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de  (ffm)