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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Vor 45 Jahren: Eröffnung der Strecke Gießener Straße – Preungesheim

Sonderfahrten mit historischen U-Bahnen am 14. August

von Ilse Romahn

(12.08.2022) Am 6. März 1977 ging der nördliche und oberirdische Abschnitt der heutigen Linie U5 zwischen Gießener Straße und Preungesheim in Betrieb. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) und der Museumsverein Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main (HSF) würdigen die Eröffnung der damaligen Linie B1 vor 45 Jahren am Sonntag, 14. August, mit U-Bahn-Sonderfahrten zwischen Hauptbahnhof und Preungesheim.

Die U-Bahnlinie U5, heute zwischen Hauptbahnhof und Preungesheim unterwegs, wurde in mehreren Stufen ausgebaut. Am 26. Mai 1974 ging der Abschnitt zwischen Scheffeleck und Theaterplatz, dem heutigen Willy-Brandt-Platz, via Konstablerwache in Betrieb. Oberirdisch führte die Linie weiter durchs Nordend bis zur Station Gießener Straße. Am 6. März 1977 erfolgte die besagte Öffnung des Abschnitts nach Preungesheim, am 28. Mai des folgenden Jahres wurde aus der B1 die heutige U5. Erst am 1. Januar 1998 wurde die U5 bis Hauptbahnhof verlängert.
 
Bestritten werden die Sonderfahrten zwischen 10 und 17 Uhr im 30-Minuten-Takt von zwei Solowagen der Baureihen U2, Baujahre 1968 bis 1978 mit Beschaffung in drei Losen, Ersatzbeschaffung von sieben weiteren Fahrzeugen 1984/1985, und U3, Baujahr 1979/1980. Die erste Fahrt startet am Haupbahnhof um 10.05 Uhr, Ankunft in Preungesheim ist um 10.26 Uhr. Abfahrt der letzten Fahrt ab Hauptbahnhof ist um 16.36 Uhr 35, ab Preungesheim um 17.06 Uhr.
 
Der Fahrplan findet sich unter hsf-ffm.net/events/45-jahre-u-bahn-preungesheim auf der Internetseite des Museumsvereins HSF.
 
Warum so spät?
Warum wird das Ereignis erst ein Vierteljahr später gewürdigt? Im März war wegen Corona eine Durchführung der Sonderfahrten mit Fahrgästen nicht gesichert. Diese können am 14. August zusteigen, wenn sie über einen gültigen Fahrschein verfügen – es gilt auch ein 9-Euro-Ticket.
 
Kein PtB?
Und warum fährt kein PtB-Wagen, der in Preungesheim und entlang der Eckenheimer Landstraße lange das Stadtbild prägte? Weil die VGF keinen Pt mit den charakteristischen „Blumenkästen” mehr hat, die an den Türen seitlich angebracht waren, um das Fahrzeug zu verbreitern und für den U-Bahn-Betrieb einsetzbar machten. Zwar hat die VGF Pt-Straßenbahnen, aber eben nur ohne die Verbreiterungen.  (ffm)