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Letzte Aktualisierung: 26.10.2020

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Von Krisen und Kulturgeschichten

Wissenswertes zum Zeitgeschehen und Aspekte zur Stadtgeschichte an der Volkshochschule

von Ilse Romahn

(30.09.2020) Das aktuelle Zeitgeschehen rund um Corona und Perspektiven auf das Frankfurt in Gegenwart und Geschichte sind einige Programmpunkte im Herbst an der Frankfurter Volkshochschule (VHS). Vor dem Hintergrund der Coronakrise befassen sich zwei Abendkurse mit Fragen des Datenschutzes und mit Krisen im Allgemeinen und ihrer Bewältigung.

Am Mittwoch, 7. Oktober, geht es um Aspekte des Schutzes von personenbezogenen Daten, beispielsweise bei den neuen Gästelisten in Cafés und Restaurants und um die Corona-Warn-App. Der Kurs (Kurs-Nr. 0706-30) findet in der VHS-Sonnemannstraße statt. Die Teilnahme kostet 10 Euro. Der Begriff „Krise“ ist Thema eines Kurses, der an zwei Abenden im Bildungs- und Kulturzentrum Höchst, Michael-Stumpf-Straße 2, stattfindet. Am ersten Abend erfolgt eine Analyse aktueller politischer, ökologischer und ökonomischer Entwicklungen, am zweiten Abend werden mit den Teilnehmern Strategien zu deren Lösung erarbeitet. Der zweiteilige Kurs (Kurs-Nr. 0701-66) findet je donnerstags am 8. und 15. Oktober statt und kostet 36 Euro.

Eine Krise markiert auch der Frankfurter Häuserkampf, der sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Der Häuserkampf steht am Beginn der deutschen Hausbesetzerbewegung Anfang der 1970er Jahre und für den Widerstand gegen eine bürgerferne Stadtplanung. Die Auswirkungen für die Stadtentwicklung bestehen bis heute. Im Kurs werden am Beispiel des Frankfurter Westends mit noch weitgehend unbekannten Dokumenten Konsequenzen und Lehren für die Stadtentwicklung nachvollzogen und gemeinsam erörtert. Der Kurs findet an den Montagabenden 19. und 26. Oktober in der Bethmannschule, Paul-Arnsberg-Platz 5, statt und kostet 20 Euro.

Einen kulturhistorisch wichtigen Teil der Frankfurter Geschichte bildet eine außergewöhnliche Siedlung im Norden der Stadt ab: die Wohngemeinschaft Bonameser Straße in Eschersheim. Sie besteht seit 1953 als Wohnwagenstellplatz. Die hier ansässigen Gewerbetreibenden wie beispielsweise Schausteller leben teils schon in dritter oder vierter Generation dort. Am Samstagnachmittag, 17. Oktober, erfährt man während einer Führung vor Ort mehr über die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte. Anmelden kann man sich über die Kurs-Nummer 0102-61 für 9 Euro.

Noch weiter stadtauswärts führt eine zweite Exkursion, die sich mit dem Thema Geologiegeschichte befasst. Über den Oberrheingraben und den Taunus als Beispiele der geologischen Entwicklung Mitteleuropas kann man sich am Wochenende 17. und 18. Oktober informieren. Wissenswertes zu Gesteinen sowie der geologischen Entwicklung der Umgebung Frankfurts erfährt man am Samstag in einem Einführungsvortrag; sonntags lernt man bei einer Wanderung geologische Arbeitsmethoden in der Praxis kennen. Vortrag und Exkursion kosten 40 Euro und können über die Kursnummer 0406-60 gebucht werden.

Wer sich für Erdgeschichte noch eingehender und weit tiefer, unter der Erdoberfläche, interessiert, kann diesem Interesse mit einem dreiteiligen Kurs zu Erdbeben und Plattentektonik nachkommen. Man erfährt, wie Gebirge entstanden sind und erhält den aktuellen Stand der Forschung zur Plattentektonik und Erdbeben allgemeinverständlich erklärt. Anschauliche Beispiele verdeutlichen die „Richterskala“ und die Lokalisierung von Erdbeben sowie die Möglichkeiten zur Vorhersage. Der Kurs findet an den Montagabenden 19. und 26. Oktober sowie 2. November im VHS-Zentrum Nord im Nordwestzentrum statt und kostet 30 Euro.

Interessierte können sich auf der Website unter https://vhs.frankfurt.de unter den genannten Kursnummern informieren und anmelden. Alternativ sind Anmeldungen auch über das Servicetelefon unter (069)21271501 oder per E-Mail mit Angabe der Kursnummer an vhs@frankfurt.de möglich.

Coronabedingt ist zu beachten, dass Anmeldungen zu den Kursen unbedingt im Vorfeld über die VHS stattfinden müssen. Anmeldungen vor Ort sind derzeit nicht möglich. (ffm)