Von der Eheberatung zur Überwachung: Veranstaltung beleuchtet die Rolle des Gesundheitsamts von 1920 bis 1960
Foto: Historisches Museum Frankfurt
Das von Gesundheitsdezernent Stefan Majer und dem Gesundheitsamt angeregte Forschungsprojekt des Fritz Bauer Instituts „Sozialhygiene und Gesundheitspolitik in Frankfurt am Main 1920 bis 1960“ beleuchtet die Geschehnisse dieser Zeit intensiv und nimmt darüber hinaus die Geschichte der „Sozialhygiene“ im Frankfurt der Weimarer Republik sowie in der jungen Bundesrepublik in den Blick. Die Forschungsarbeit analysiert auch die Perspektive der Menschen, die während des NS-Regimes vom Gesundheitsamt überwacht, reglementiert und verfolgt wurden.
Am Dienstag, 27. Juni, von 18 bis 20 Uhr, präsentieren das Fritz Bauer Institut und das Gesundheitsamt die Forschungsergebnisse im Auditorium des Amts in der Breite Gasse 28. „Diesen Teil der Geschichte des Gesundheitsamts aufzuarbeiten war mir ein persönliches Anliegen. Ich freue mich sehr, dass wir das Fritz Bauer Institut als Partner für dieses Projekt gewinnen konnten und nun die Ergebnisse vorstellen können“, sagt Gesundheitsdezernent Majer. Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts, ergänzt: „Die Tätigkeiten des Amts während der NS-Zeit und die damit verbundenen Schicksale dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Man kann gar nicht oft genug von ihnen erzählen. Wir würden uns sehr freuen, wenn unsere Veranstaltung auf reges Interesse stößt und am 27. Juni viele Gäste den Weg in unser Auditorium finden.“
Gesundheitsdezernent Majer und Amtsleiter Tinnemann begrüßen die Gäste. Tobias Freimüller, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts, führt in die Thematik ein, Jens Kolata, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts, stellt das Projekt vor. Anschließend sind die Teilnehmenden zu einer Diskussion eingeladen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung per E-Mail an info.gesundheitsamt@stadt-frankfurt wird gebeten. (ffm)
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