Vom Hörsaal an den Spieltisch: Spielbank Bad Homburg unterstützt studentische Nebenjobs
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Ein Studium ist auch nach der bundesweiten Abschaffung der Studiengebühren für öffentliche Hochschulen ein kostspieliges Vergnügen. Neben den Semesterbeiträgen müssen Studierende für Arbeitsmaterialien und Lebenshaltungskosten tief in die Tasche greifen. Insbesondere in großen Städten, in denen viele interessante Hochschulen angesiedelt sind, kann das Leben teuer werden. Längst nicht jeder kann auf die finanzielle Unterstützung der Familie oder ein Stipendium zurückgreifen. Deshalb bessern viele Studierende die Haushaltskasse mit einem studentischen Nebenjob auf.
Eine FORSA-Umfrage ergab im Jahr 2020, dass drei von vier Studierenden neben dem Studium einer Nebentätigkeit nachgehen, um sich zu finanzieren. Die repräsentative Umfrage unter mehr als 1.000 Studierenden wurde im Auftrag der Minijob-Zentrale durchgeführt. Als wissenschaftliche Hilfskraft mit direktem Studienbezug arbeitet den Angaben zufolge etwa ein Drittel der Befragten. Mehr als 10 Prozent sind in der Gastronomie tätig, etwa 13 Prozent verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Nachhilfe. Ein großer Anteil entfällt mit einem Viertel auf eine Tätigkeit auf Bürotätigkeiten. 12 Prozent der Befragten gaben an, im Einzelhandel zu arbeiten, zum Beispiel als Kassierer, Verkäufer oder Lageristen.
Damit ist die Bandbreite möglicher studentischer Nebenjobs aber nicht erschöpft. In den meisten Branchen sind Studierende als Aushilfskräfte gern gesehen. In den großen Spielbanken werden beispielsweise immer häufiger junge Frauen und Männer von Hochschulen als Croupier / Croupière beschäftigt. Die Branche boomt seit vielen Jahren. Vor allem der Online-Bereich verzeichnet ein enormes Wachstum. Der durchschnittliche Jahresumsatz von virtuellen Echtgeld Casinos beträgt allein in Europa rund 100 Milliarden Euro. In Deutschland werden rund 11 Prozent des Umsatzes realisiert.
Mit dem wirtschaftlichen Wachstum wird die Branche auch als Arbeitgeber immer wichtiger und interessanter. Das gilt sowohl für den Online-Bereich als auch für die niedergelassenen Spielbanken. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass auch Studierende dort immer häufiger einen beruflichen Einstieg finden. Die Tätigkeit als Gastgeber am Spieltisch ist abwechslungsreich und bietet viele interessante Aspekte, die für die persönliche Entwicklung, aber auch für den Lebenslauf durchaus eine Bereicherung sein können.
Erste Vorkenntnisse sind nützlich
Die Einarbeitung in die Tätigkeit als Croupier / Croupière übernehmen die Arbeitgeber in der Glücksspielbranche häufig selbst. Sie erfolgt „on the job“ und kann so direkt auf die besonderen Gegebenheiten des jeweiligen Gastgebers angepasst werden. Trotzdem ist es nützlich, wenn Studierende bereits erste Vorkenntnisse mitbringen, zumindest im Hinblick auf die Spielangebote und die Regeln für die klassischen Casinospiele.
Wer im Vorstellungsgespräch mit solidem Fachwissen punkten möchte, kann seine Vorkenntnisse bei den verschiedenen Anbietern im Bereich der Online Casinos prüfen. Viele seriöse Anbieter haben Demoversionen der einzelnen Spiele im Repertoire, die die Möglichkeit bieten, ohne Geldeinsatz die Regeln kennenzulernen. Vor allem bei Klassikern wie Roulette, Blackjack oder Poker kann es außerdem nützlich sein, ein wenig über den Tellerrand hinauszuschauen und sich mit beliebten Varianten vertraut zu machen.
Der Besuch im Online Casino kann außerdem aufzeigen, wie hoch die persönliche Affinität zur Branche ist und ob das Berufsbild des Croupiers / der Croupière der passende studentische Nebenjob sein könnte.
Spielbank in Bad Homburg beschäftigt gerne Studenten
Auch in den regionalen Spielbanken in Bad Homburg und Wiesbaden stehen immer häufiger studentische Aushilfskräfte am Spieltisch und begleiten die Gäste durch einen unterhaltsamen Abend. Sie gehen meist mit einem frischen Kopf und einer angenehm offenen Persönlichkeit an die Aufgabe heran und können vor allem zu einem jüngeren Publikum meist schnell eine Verbindung aufbauen.
Die Einarbeitung in die verantwortungsvolle Tätigkeit übernehmen die großen Häuser gern selbst. Geschulte Croupier-Ausbilder wählen nicht nur die Anwärter nach strengen Kriterien aus, sondern kümmern sich auch persönlich um die qualifizierte Schulung neuer Aushilfskräfte. So können die hohen Qualitätsstandards gewährleistet werden. Bewerberinnen und Bewerber müssen einen sechswöchigen Grundkurs absolvieren, in dem sie nicht nur alles über die Tischspiele Poker, Blackjack und Roulette und ihre Regeln lernen, sondern auch in die wichtigen Standards des Hauses bezüglich der Spielabläufe, des professionellen Kartenmischens und den Kontakt zu den Gästen eingeführt werden.
Außerdem gilt es, einen strikten Dresscode einzuhalten, der von Haus zu Haus variieren kann. In der Spielbank Bad Homburg, die besonders gerne Studierende als Gastgeber an ihren großen Tischen einsetzt, legt man Wert auf einen gehobenen Kleidungsstil. „Für die Croupiers gibt’s einen Dresscode“, sagt Ingmar Heipel, der sich einen der begehrten studentischen Nebenjobs in Bad Homburg ergattert hat, im Gespräch mit der Hessenschau. „Schwarzes Sakko mit weißem Hemd und schwarzer Fliege. Bei den weiblichen Croupiers wird das Hemd zur Bluse und die Fliege zum Halstuch und sie können wählen, ob sie Rock oder Hose tragen wollen.“
Am Ende der umfangreichen Schulungen steht eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit fairer Bezahlung und attraktiven Extras. Einen Stundenlohn von durchschnittlich 17 Euro bezahlt die Spielbank Bad Homburg studentischen Aushilfskräften. Hinzu kommen attraktive Trinkgelder der Gäste, die häufig in Form von Jetons über den Spieltisch wandern. Aber auch die Erfahrungswerte auf einer zwischenmenschlichen, psychologischen und kommunikativen, die die Tätigkeit mit sich bringt, können eine Bereicherung für den persönlichen und beruflichen Lebensweg sein.
Diese Voraussetzungen sollten Studenten mitbringen
Der Bedarf an qualifizierten Aushilfskräften in der Glücksspielbranche wächst. Trotzdem sind die Hürden für die begehrten Teilzeitbeschäftigungen hoch. Neben einem tadellosen Auftreten und guten kommunikativen Fähigkeiten müssen Interessenten eine Vielzahl an Qualifikationen mitbringen. Mindestens zwei Fremdsprachen auf sicherem Kommunikationslevel sind in den renommierten Häusern mit internationalem Publikum Voraussetzung. Wer mehr anzubieten hat, erhöht seine Chancen.
Eine schnelle Auffassungsgabe für komplexe Spielregeln und gute Fähigkeiten im Kopfrechnen werden im Arbeitsalltags eines Croupiers / einer Croupière ebenfalls benötigt. Im persönlichen Umgang mit den Gästen erwarten die Arbeitgeber ein zuvorkommendes und einladendes Auftreten, Höflichkeit und Selbstbeherrschung. Um auch auf unerwartete Situationen jederzeit souverän reagieren zu können, bieten Spielbanken ihren Mitarbeitern neben gezielten Sicherheitstrainings auch psychologische Schulungen an, die sie beispielsweise riskante Situationen frühzeitig erkennen lassen und ihnen Techniken an die Hand geben, um auch in Krisen gelassen zu bleiben.
Der Anforderungskatalog für eine studentische Tätigkeit als Croupier / Croupière ist lang und vielfältig. Deshalb steht eine Beschäftigung in der Branche grundsätzlich Studierenden aus allen Fachbereichen offen.
Studierende unterstützten Imagewandel der Spielbanken
Mit der verstärkten Beschäftigung von Studierenden treffen die großen Spielbanken auch eine gezielte Marketingentscheidung. Die Branche ist im Wandel und durch die Etablierung der Online Casinos hat sich das Zielpublikum zugunsten einer jüngeren und digital interessierten Generation erweitert. Vor diesem Hintergrund möchten auch die niedergelassenen Spielbanken ihr Unternehmensimage an die neuen Branchengegebenheiten anpassen.
Durch junge und qualifizierte Croupiers soll ein jüngeres Publikum an den Spieltischen angesprochen und so neue Anknüpfungspunkte geschaffen werden, die auch die Nachfolgegeneration in die renommierten Häuser einladen kann. Studierende aus verschiedenen Fachbereichen können die Gastgeberqualitäten der großen Spielbanken bereichern und den geplanten Imagewandel gezielt unterstützen.
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