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Letzte Aktualisierung: 04.12.2020

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Vom Bio-Haus bis zum Brennstoffzellen-Zug / 32.500 Euro für innovative Energiekonzepte

von Ilse Romahn

(19.11.2020) Ein ressourcenschonendes Wohnhaus, umweltfreundliche Brennstoffzellen-Züge und drei weitere Projekte teilen sich in diesem Jahr den mit 32.500 Euro dotierten Hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen. Wirtschaftsstaatssekretär Jens Deutschendorf gab die Entscheidung der Jury auf dem digital stattfindenden Zukunftsforum Energie & Klima bekannt.

Die Preisträger 
Der Solmser Unternehmer Michael Metz gewann mit seinem energetisch autarken und weitgehend aus nachwachsenden Rohstoffen errichteten Bio-Wohnhaus in der Kategorie Systemintegration.

Der Odenwaldkreis siegte in der Kategorie Wärme, indem er eine Schule in Michelstadt mit intelligenten Thermostaten ausstattete, die die Klassenzimmer nur noch zum Unterricht heizen. Die Energieersparnis wird auf 30 bis 40 Prozent veranschlagt.

In der Kategorie Verkehr ging der Preis an den Rhein-Main-Verkehrsverbund und sein Vorhaben, von Ende 2022 an die Dieselbahnen im Taunusnetz durch emissionsfreie Brennstoffzellen-Züge zu ersetzen.

Für ihre auf Künstlicher Intelligenz basierenden Energiemanagement-Software wurde die Darmstädter etalytics GmbH in der Kategorie Strom ausgezeichnet.

Der Nachwuchspreis ging die Frankfurter Wöhlerschule, die im Rahmen eines Schülerprojekts einen verglasten Gebäudeteil mit Solarzellen bedeckte. Sie erzeugen nicht nur Strom, sondern spenden auch Schatten und verhindern so bei starker Sonneneinstrahlung die Überhitzung des Innenraums.

Die Sieger wurden aus rund 40 Bewerbungen ausgewählt. Der Staatspreis für innovative Energielösungen prämiert Konzepte zur Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie. Das Preisgeld beträgt in den einzelnen Kategorien je 5.000, in der Kategorie Nachwuchs 2.500 Euro. Mitmachen können Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen, Projekte, Gründer und Kommunen sowie in der Kategorie „Nachwuchs“ auch Studierende, Schülerinnen und Schüler. Ausgewählt werden die Preisträger von einer Fachjury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. 

„Der Wettbewerb soll zu Innovationen anspornen“, sagte Staatssekretär Jens Deutschendorf bei der Verleihung. „Hessen will seinen Energiebedarf im Jahr 2050 vollständig aus erneuerbaren Quellen decken. Dafür brauchen wir Innovationen. Die Anzahl an Bewerbungen und das große Engagement aller Teilnehmenden zeigt, dass Hessen bei der Energiewende Impulse gibt.“ 

Organisiert wird der Wettbewerb von der LandesEnergieAgentur (LEA): „Die Bühne gilt den großartigen Produkten, Ideen und Projekten, die für die Umsetzung der Energiewende in Hessen sorgen werden“, sagte ihr Geschäftsführer Karsten McGovern. „Diese ins Lampenlicht zu rücken und damit zu fördern, ist Aufgabe des Staatspreises, den wir als LEA Hessen gerne organisieren."   
 
wirtschaft.hessen.de