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Letzte Aktualisierung: 02.12.2022

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Voll Licht und Schatten - Mendelssohn Bartholdys „Elias“

von Ilse Romahn

(08.11.2022) Am 13. November 2022, 18 Uhr, erklingt in der Stephanuskirche, Liederbacher Straße 36 b, Unterliederbach, Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“.

Unter der Leitung von Propsteikantor Stefan Küchler treten auf: Gabriele Hierdeis (Sopran), Julia Diefenbach (Alt), Daniel Sans (Tenor), Sebastian Kitzinger (Bass) und das Orchester der Evangelischen Kantorei Unterliederbach und Höchst. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) sah den Propheten Elias als große, charakterstarke Persönlichkeit voll Licht und Schatten: „stark, eifrig, aber wohl auch bös und zornig und finster“.

Wie seine anderen geistlichen Kompositionen bezeugt Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“ eine tiefe religiös-musikalische Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Mendelssohn Bartholdy, der einer jüdischen Familie entstammte, die zum Protestantismus konvertierte, setzt den Propheten Elias nicht nur als bloßen Vorläufer Jesu Christi in Szene, sondern als unabhängige imposante Figur des Alten Testaments. Eine mögliche Sichtweise: Mendelssohn Bartholdy schlägt mit seinem „unabhängigen“ Elias eine Brücke zwischen dem Judentum, seiner angeborenen Religion, und dem Christentum, das sein Vater für ihn bestimmt hat und das für ihn besonders durch die Musik und sein Lebens- und Arbeitsumfeld zur Heimat geworden war.

Der Eintritt kostet 15, ermäßigt 10 Euro.