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Vier neue Dezernenten: CDU übernimmt zentrale Ressorts im Frankfurter Römer

Mit der Wahl von vier neuen hauptamtlichen Dezernenten hat die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag den im Koalitionsvertrag vereinbarten personellen Neustart im Magistrat vollzogen. Die CDU, die bei der Kommunalwahl im März stärkste Kraft geworden war, stellt künftig mit Nils Kößler, Susanne Serke, Martin-Benedikt Schäfer und Yannick Schwander vier hauptamtliche Mitglieder der Stadtregierung.

Nils Kößler wurde zum neuen Bürgermeister gewählt und übernimmt zugleich das Dezernat für Wirtschaft, Recht und Innovation. Susanne Serke wird Stadtkämmerin und verantwortet künftig die Finanzen der Stadt. Martin-Benedikt Schäfer übernimmt das Dezernat für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz. Yannick Schwander wird für Verkehr, Mobilität und Logistik zuständig sein.

Im Gegenzug scheiden die bisherige Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst und Sicherheitsdezernentin Annette Rinn aus ihren Ämtern aus. Die Veränderungen waren bereits Teil des Koalitionsvertrags von CDU, Grünen und SPD mit Volt als Kooperationspartner.

Für den bisherigen Mobilitätsdezernenten Wolfgang Siefert (Grüne) bedeutet die Neuordnung keinen Abschied aus dem Magistrat. Er wechselt in das Dezernat für Bauen und Immobilien. Bildungsdezernentin Sylvia Weber bleibt weiterhin für Bildung zuständig.

Der neue Bürgermeister Nils Kößler sprach nach seiner Wahl von einem klaren Auftrag für die neue Koalition. Die Menschen erwarteten, dass die Stadtregierung konkrete Verbesserungen erreiche. Als zentrale Schwerpunkte nannte er mehr Sicherheit und Sauberkeit, einen leistungsfähigen Verkehr, zusätzlichen Wohnungsbau, bessere Bedingungen im Schulbereich sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Frankfurt.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund Frankfurt gratulierte den neu gewählten Dezernenten und verband dies mit konkreten Erwartungen an die neue Stadtregierung. DGB-Kreisvorsitzender Philipp Jacks verwies insbesondere auf die angespannte Wohnraumsituation in Frankfurt.

„Wir leiden in Frankfurt seit vielen Jahren an dramatischem Flächenmangel für Wohnen und Gewerbe, was Menschen und Unternehmen zunehmend aus der Stadt drängt und zu klimaschädlichen Pendelstrecken führt“, erklärte Jacks.

Positiv bewertet der DGB verschiedene wohnungspolitische Vorhaben des Koalitionsvertrags. Dazu zählen nach Angaben der Gewerkschaft das geplante Entwicklungsgebiet „Stadtteil der Quartiere“, die stärkere Nutzung von Erbpachtmodellen sowie die Förderung gemeinwohlorientierter Wohnprojekte. Der DGB fordert zudem die Gründung eines Azubiwerks und zusätzlichen Wohnraum für Auszubildende.

Neben der Wohnungsfrage sieht die Gewerkschaft Handlungsbedarf bei der Industrie- und Bildungspolitik. Jacks fordert eine zügige Aktualisierung des Masterplans Industrie sowie schnellere Fortschritte bei der Modernisierung der Frankfurter Berufsschulen. Insbesondere der Bildungscampus West dürfe nicht weiter verzögert werden.

Die neue Koalition aus CDU, Grünen und SPD mit Volt als Kooperationspartner verfügt in der Stadtverordnetenversammlung über eine breite Mehrheit. Mit der Wahl der vier neuen Dezernenten beginnt nun die praktische Umsetzung des Koalitionsvertrags und der damit verbundenen politischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre.

Der Text basiert auf Pressemitteilungen und veröffentlichten Informationen und wurde redaktionell sowie mithilfe künstlicher Intelligenz angepasst.