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Viele kleine Schritte für mehr Schallschutz

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig begrüßt neues Programm gegen Fluglärm

„Wir gehen hier viele kleine Schritte in die richtige Richtung.“ Mit diesen Worten hat Umweltdezernentin Rosemarie Heilig auf das neue „Maßnahmenprogramm Aktiver Schallschutz“ des Forums Flughafen und Region (FFR) reagiert.

Das Programm wurde am 26. Januar vom Forum vorgestellt. Es beinhaltet 17 Maßnahmen, die die Fluglärmbelastung in Frankfurt und der Region nach und nach verringern sowie hierfür bessere Rahmenbedingungen schaffen sollen.

Ein Bestandteil des Programms ist die Untersuchung von Startverfahren. Auf Initiative von Stadträtin Heilig, welche die Stadt Frankfurt im Koordinierungsrat des FFR vertritt, soll herausgefunden werden, welches Startverfahren die geringste Lärmbelastung für die Menschen in der Region bewirkt.

Um größtmögliche Transparenz zu schaffen, sollen fortan lärmverlagernde Maßnahmen mit den betroffenen Kommunen vor der abschließenden Beratung erörtert werden. Dabei sollen die Kommunen eigene Ideen und Vorschläge einbringen können. Federführend wird hierbei das Umwelt- und Nachbarschaftshaus sein; mit im Boot ist zudem die Fluglärmkommission.

Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der Erforschung und Entwicklung langfristiger Maßnahmen. Sechs Vorhaben und Forschungsprojekte beschäftigen sich damit. Unter anderem sollen weitere Varianten zur Umfliegung von dicht bebauten Gebieten erforscht werden.

Weitere Aktivitäten beschäftigen sich mit Anreiz-Systemen für die Fluggesellschaften zur Anschaffung leiserer Jets und mit der Prüfung juristischer Möglichkeiten zur Verbesserung des Lärmschutzes. Hier ist die Rede von gesetzlichen Änderungen, um Probebetriebe zügiger einführen zu können.

„Ein wesentlicher Punkt ist es, den Lärm jedes einzelnen Flugzeugs zu reduzieren. Die Initiierung von Förderprogrammen und die Beteiligung an Forschungsprojekten zur Verringerung von Fluglärm sind dabei wegweisend“, sagte Heilig.

Heiligs Fazit: „Wie schon die vom Hessischen Verkehrsminister Al-Wazir eingeführte verbindliche Lärmobergrenze trägt auch dieses Programm zur Verbesserung der Lage bei.“ Gleichwohl, so Heilig, sei es damit nicht getan: „Eine spürbare Entlastung für die fluglärmgeplagten Menschen bringt die Ausweitung des Nachtflugverbotes auf den Zeitraum 22 bis 6 Uhr. Das muss deshalb der nächste Schritt sein.“